In Egolzwil verarbeiten Häftlinge frisches Fleisch

Alexandra Aregger
Alexandra Aregger

Hinterland,

Die Justizvollzugsanstalt Wauwilermoos scheint zu florieren. Seit Jahren bauen dort Häftlinge Gemüse und Früchte an - jetzt kommt Frischfleisch dazu.

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Wieso der Bio-Betrieb mit Häftlingen floriert. - Nau

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Justizvollzugsanstalt Wauwilermoos floriert das Geschäft.
  • Der grosse Bio-Landwirschaftsbetrieb eröffnet einen Fleischverarbeitungsbetrieb.

Früher «Konzentrationslager», heute florierendes Geschäft

Das Wauwilermoos hat eine lange Vergangenheit mit Häftlingen. Die Schweizer Armee brachte dort während des Zweiten Weltkriegs internierte ausländische Soldaten unter. Aufgrund der mieserablen Zustände nannte man es auch «Schweizer Konzentrationslager». Heute gibt man in Egolzwil LU den insgesamt 64 Häftlingen eine Tagesstruktur. Cyril Nietlispach ist Leiter der Betriebe: «Wir bilden die Leute aus, damit sie im Arbeitsmarkt wieder Platz finden».

Die Justizvollzugsanstalt Wauwilermoos ist eine offene Anstalt für eingewiesene Männer. Dort sitzen Häftlinge nicht nur ihre Freiheitsstrafe ab. Sie arbeiten auch gleich beim grössten Bio-Landwirtschaftsbetrieb der Zentralschweiz mit. Seit Jahren werden dort Gemüse und Früchte angebaut. Jetzt eröffnet das Wauwilermoos einen Fleischverarbeitungsbetrieb.

Der Betrieb produziert sowohl für Grossverteiler wie Migros und Coop, als auch für private Abnehmer. Doch ohne Sicherheitsvorkehrungen geht nichts. Besonders jetzt im neuen Fleischverarbeitungsbetrieb: «Es bleibt natürlich jedes Messer hier drin, es ist einfach höchste Sorgfalt gefragt». Doch gefährlich sei es nicht. Betont auch Markus Banz, der neu als Fleischfachmann mit den Gefangenen arbeitet: «Es sind Leute, wie du und ich. Sie folgen wirklich sehr gut.»

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