Lausanne verbannt ab 2030 alle Verbrennerfahrzeuge

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Lausanne,

Lausanne will bis 2030 alle Verbrennerfahrzeuge aus der Stadt verbannen. Die Stadtregierung hat am Mittwoch ihren Klimaplan vorgestellt.

Lausanne setzt auf Elektromobilität. Verbrennerfahrzeuge sollen ab 2030 nicht mehr zum Stadtbild gehören.
Lausanne setzt auf Elektromobilität. Verbrennerfahrzeuge sollen ab 2030 nicht mehr zum Stadtbild gehören. - sda - Keystone/LAURENT GILLIERON

Das Wichtigste in Kürze

  • Lausanne will bis 2030 alle Verbrennerfahrzeuge aus der Stadt verbannen.
  • Menschen sollen vermehrt Velo fahren, den öffentlichen Verkehr benützen und zu Fuss gehen.
  • Das geplante Verbot von Benzin- und Dieselautos ist eine Premiere.

Lausanne will bis 2030 alle Verbrennerfahrzeuge aus der Stadt verbannen. Die Stadtregierung hat am Mittwoch ihren Klimaplan vorgestellt. Gemäss diesem soll die Waadtländer Hauptstadt bis 2050 klimaneutral sein.

Das geplante Verbot von Benzin- und Dieselautos ist eine Premiere. Lausanne wäre die erste Gemeinde in der Schweiz, welche die Einfahrt von Verbrennerfahrzeugen in die Stadt verbieten würde.

Bislang fehlt dafür allerdings die gesetzliche Grundlage, wie die für den Verkehr zuständige Stadträtin, Florence Germond (SP), einräumte. Aber die Stadt werde auf eine Änderung der kantonalen und eidgenössischen Rahmenbedingungen drängen, sagte sie.

Mobilität ist wichtiger Aspekt bei Emissionen

Die Mobilität verursache ein Viertel der direkten Emissionen, sei also ein sehr wichtiger Aspekt. Eine Verringerung des Parkplatzangebots, Transitmöglichkeiten und andere Anreize seien geplant, fügte sie hinzu.

Weiter strebt die Stadt eine drastische Reduktion um 50 Prozent der mit dem Individualverkehr zurückgelegten Kilometer an. Auch sollen die Menschen in Lausanne wieder vermehrt Velo fahren, den öffentlichen Verkehr benützen und zu Fuss gehen.

Velo Google Maps Fahrrad
Eine Person radelt in Lausanne. - keystone

Die gesamten CO2-Emissionen (direkt und indirekt) beliefen sich im Jahr 2019 in Lausanne pro Kopf auf 13,9 Tonnen. Das ist weit weg von der Klimaneutralität und für den Stadtrat Grund zum Handeln. «Das ambitiöse Klimaprogramm der Stadt basiert auf drei Hauptsäulen: Mobilität, Energie in Gebäuden und Abfallmanagement», sagte Stadtpräsident Grégoire Junod (SP).

CO2-Ausstoss soll um 60 Prozent verringert werden

Der Klimaplan der Stadtregierung sieht vor, dass der CO2-Ausstoss von Liegenschaften um etwa 60 Prozent verringert wird. Um dies zu erreichen, solle die Renovierungsrate von 1 auf 3,3 Prozent gesteigert werden, sagte Jean-Yves Pidoux (FDP). Ein Plan zum Mieterschutz sei geplant. Zudem sollen bis 2050 drei Viertel der Haushalte mit Fernwärme versorgt werden.

Ein weiterer wesentlicher Punkt sei die Abfallbewirtschaftung, die 20 Prozent der direkten Emissionen ausmache, sagte Wirtschaftsdirektor Pierre-Antoine Hildbrand (FDP). Der Plan zielt darauf ab, diese bis 2050 um 15 Prozent zu reduzieren, aber auch für die Fernwärmeversorgung zu nutzen.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

Lausanne Klima Demo
3 Interaktionen
Klimaschutz Grüne
118 Interaktionen
FOUR PAWS
2 Interaktionen

Mehr aus Lausanne

Chalets
1 Interaktionen
bundesgericht lausanne schweiz
13 Interaktionen
Fernseher
1 Interaktionen