Rote Zone nach Unwetterkatastrophe für Teil von Sorte GR im Misox

Keystone-SDA
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Lostallo,

Nach dem Unwetter im Juni reagieren die Bündner Behörden mit einer neuen Gefahrenkarte.

MISOX, UNWETTER, LOSTALLO
Im Bild sind Trümmer eines Erdrutsches zu sehen, der durch Unwetter und starke Regenfälle im Misox-Tal verursacht wurde. Im Dorf Sorte, Lostallo, Südschweiz, am Sonntag, 23. Juni 2024. - keystone

Die Bündner Behörden haben mit einer neuen Gefahrenkarte auf die Unwetterkatastrophe im Misox von letztem Juni reagiert. Der besonders betroffene Teil des Dorfes Sorte liegt neu in einer roten Zone, wie Fachleute am Donnerstag erklärten. Die Zone bleibt evakuiert.

Betroffen sind rund ein Dutzend Gebäude, wie bei der Vorstellung der neuen Gefahrenkarte vor den Medien in der Gemeinde Lostallo, zu der Sorte gehört, zu sehen war. Ohne neue Schutzbauten bleiben die Häuser unbewohnbar.

Optionen, Kosten und Bürgerwünsche werden geprüft

«Mit der neuen Gefahrenkarte beginnt für die Gemeinde die Arbeit», erklärte Gemeindepräsident Nicola Giudicetti gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «Wir schauen nun, was für Möglichkeiten wir haben, was die Kosten wären und wie die Wünsche der Bevölkerung aussehen.»

In ein paar Monaten werde die Gemeinde eine Entscheidung treffen. Das zurzeit vorstellbare Spektrum reiche von der Auszonung und Aufgabe des evakuierten und auch in Zukunft besonders gefährdeten Dorfteiles von Sorte bis hin zu einem kompletten Schutz durch neue Schutzbauten, sagte Giudicetti.

Mögliche Lösungen und ihre Herausforderungen

Deren Realisierung würde dann auch eine gewisse Zeit beanspruchen. Sofern überhaupt gebaut wird. Die evakuierten rund 20 Personen müssen sich weiter gedulden.

Unwetter am 21. Juni hatten im Bündner Südtal zu grossen Überschwemmungen und Gerölllawinen geführt. Besonders ein Teil von Sorte wurde von Geröll verschüttet. Zwei Menschen kamen ums Leben, eine Person wird weiterhin vermisst.

Ursachen der Unwetterkatastrophe

Die Dimension und Wahrscheinlichkeit der Katastrophe wurde von Experten als 100-jährig eingestuft. Wie so oft führte eine Kombination von mehreren Faktoren zur Unwetterkatastrophe, wie eine Auswertung des Ereignisses durch beigezogene Experten ergab.

Die Niederschläge am 21. Juni waren demnach gar nicht so extrem. Aber sie trafen auf einen sehr stark mit Wasser gesättigten Boden. Zudem lag in den Bergen noch überdurchschnittlich viel Schnee, der vom Regen mitgeschwemmt wurde.

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