Sagen Bebbis wegen Coronavirus ihre Fasnacht ab?
Nachdem die Luzerner Fasnacht ohne Probleme durchgeführt werden konnte, steht die Basler Fasnacht aufgrund des Coronavirus offenbar auf der Kippe.

Das Wichtigste in Kürze
- Vom 2. bis 5. März findet die Basler Fasnacht statt.
- Aufgrund des Coronavirus hängt diese jedoch in der Luft.
- Die Verantwortlichen informieren am Freitag über die Durchführung.
Aus für die Tessiner Fasnacht. Wegen dem Coronavirus, welches nun schon bei vier Schweizern festgestellt wurde, hat die Tessiner Regierung sämtliche Fasnachts-Veranstaltungen abgesagt. Schon in Venedig wurde der Karneval abgeblasen.
Nun steht auch die grösste Fasnacht der Schweiz, diejenige in Basel, auf der Kippe.
Coronavirus könnte «drey scheenschte Dääg» kosten
Wie Basler Zeitungen in den letzten Tagen berichteten, hängt diese in der Luft. Obwohl in Basel bisher von über 50 abgeklärten Fällen noch keiner positiv ausfiel.

Darum wollte das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt ursprünglich heute Donnerstag den Entscheid kommunizieren. Doch «aufgrund der gesamtschweizerisch veränderten Ausgangslage» wurde der Entscheid auf Freitag verschoben, teilt das Departement mit.
Dieses zieht dabei den Rat des Bundesamtes für Gesundheit BAG bei. Noch am Dienstag beschwichtigte Basel, man gehe davon aus, dass die Fasnacht stattfinden könne. Auf Anfrage von Nau.ch möchte sich das Departement nicht äussern.
Auch angefragte Cliquen reagieren abweisend und wollen keine Stellung nehmen. Für diese wäre die Absage nach monatelanger Planung besonders bitter.
Vor 100 Jahren wurde Basler Fasnacht verschoben
Es wäre nicht das erste Mal, dass die Basler Fasnacht aufgrund einer Epidemie verschoben würde. Wegen der Spanischen Grippe wurden die «drey scheenschte Dääg» um ganze vier Wochen verschoben.

Die Basler Regierung beschloss nach mehreren Todesfällen in Basel ein Versammlungsverbot. Daher wurde die Fasnacht zunächst verboten, dann aber verschoben.
Berner nehmen Coronavirus gelassen
In Bern startet heute Abend die lokale Fasnacht. Dort zeigt man sich dem Coronavirus gegenüber gelassen. «Derzeit bestehen im Kanton Bern bezüglich der Durchführung von Veranstaltungen keine Einschränkungen.» Dies erklärt die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion des Kantons Bern auf Anfrage.
So sei im Kanton noch kein Corona-Krankheitsfall aufgetreten. «Das Kantonsarztamt verfolgt die Lage aber aufmerksam und behält sich vor, zu handeln.» In Bern wurden bisher 120 Corona-Verdachtsfälle registriert – 50 sind noch in Abklärung

Trotzdem gibt der Kanton Empfehlungen ab: «Personen, die Fieber haben, sollen wie immer zu Hause bleiben.» Zudem soll Abstand zu Personen mit respiratorischen Symptomen gehalten und Hygienemassnahmen eingehalten werden.