So unterscheidest du Grippe und Heuschnupfen
Grippe oder Heuschnupfen? Die Symptome der beiden Leiden sind ähnlich. Immer wieder kommt es zu Verwechslungen – das kann Folgen haben.
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Das Wichtigste in Kürze
- Trotz anhaltender Grippewelle spüren einige Allergiker bereits den Heuschnupfen.
- Dass die Pollen bereits im Februar unterwegs sind, sei normal, sagt eine Expertin.
- Sie erklärt zudem, wie man Grippe und Allergie unterscheiden kann.
Niesen ist nicht gleich Niesen: Die Grippewelle beschäftigt die Schweiz zwar immer noch. Allerdings müssen Atemwegbeschwerden nicht zwingend auf eine solche Erkrankung zurückzuführen sein.
Denn: Bestimmte Pollen sind ebenfalls bereits aktiv.
Mehrere betroffene Personen erzählen gegenüber Nau.ch, dass sie den Heuschnupfen bereits spüren.
Pollenallergie schon im Februar? Das sei normal, erklärt Roxane Guillod, Fachexpertin Allergien beim Allergiezentrum «aha!». «Messwerte zeigen, dass die Pollensaison dieses Jahr ganz normal gestartet ist – also weder besonders früh, noch besonders spät.»
Aktuell sind die Hasel- und Erlenpollen aktiv. Deren Saison dauert normalerweise von Januar bis März. Besonders wenn die Temperaturen hoch bleiben, dürften Allergiker in den nächsten Wochen weiter Beschwerden haben, sagt Guillod.
Ähnliche Symptome bei Grippe und Heuschnupfen
Das Problem: Gerade im Februar ist es schwierig zu sagen, was man genau hat. Schliesslich sind Grippe und Pollen sozusagen gleichzeitig im Umlauf. Die Symptome sind oft ähnlich, wie Guillod erklärt.
«Typische Symptome einer Pollenallergie sind beispielsweise Niesattacken, tränende Augen, Juckreiz im Gaumen, Nase und Ohren.» Bei einer Grippe können diese Beschwerden ebenso auftreten, zusätzlich sind hohes Fieber und Gliederschmerzen möglich.
Auch die Müdigkeit tritt in beiden Fällen auf, wenn auch in etwas unterschiedlichem Ausmass. Guillod führt aus: «Wer die Grippe hat, liegt mehrere Tage im Bett und ist komplett erschlagen. Heuschnupfen kann auch müde machen, aber nicht so extrem.»
Verwechslungen kommen vor – und können gefährlich sein
Bei all den Ähnlichkeiten ist es wenig überraschend, dass es zu Verwechslungen kommt. «Verwechslungen mit der echten Grippe, wo man mehrere Tage mit hohem Fieber im Bett liegt, sind eher selten. Oft kommt es aber zu Verwechslungen mit einer Erkältung», sagt Guillod.
Das kann durchaus auch gefährlich sein. Wenn man einen nicht erkannten Heuschnupfen unbehandelt lasse, könne das irgendwann zu Asthma führen, sagt Guillod.
Deshalb empfiehlt die Expertin: «Wer über einen längeren Zeitraum an Symptomen wie Schnupfen, Husten oder Augenreizung leidet, sollte auf jeden Fall ärztliche Beratung einholen.»