Stadt Schaffhausen erzielt Rekordergebnis dank Unternehmenssteuern
Die Stadt Schaffhausen erzielt 2024 dank Unternehmensteuern ein Rekordergebnis: 116,5 Millionen Franken.

Die Stadt Schaffhausen hat 2024 dank den Unternehmensteuern ein Rekordergebnis erzielt. Mit 116,5 Millionen Franken lagen die Einnahmen bei den Unternehmenssteuern erstmals höher als bei den Privatpersonen.
Der Überschuss von 72,7 Millionen Franken war nochmal deutlich höher als das Plus von 50,8 Millionen Franken aus dem Vorjahr, wie die Stadt Schaffhausen am Donnerstag mitteilte. Budgetiert war ein Überschuss von 11,6 Millionen Franken.
Bei den Unternehmenssteuern kamen 41,5 Millionen Franken mehr in die Kasse als budgetiert. Die sprudelnden Einnahmen der Unternehmen sind keine Selbstverständlichkeit: Noch 2018 lagen sie erst bei 25 Millionen Franken.
Weil ein grosser Teil des Überschusses angesichts künftiger Investitionen und als Schwankungsreserve bei den Unternehmenssteuern den finanzpolitischen Reserven zugewiesen wird, bleibt unter dem Strich ein Plus von 3,4 Millionen.
Klumpenrisiko und Ansiedlungspolitik
Finanzreferent Daniel Preisig (parteilos) sprach vor den Medien von einer erfolgreichen Ansiedlungspolitik für Unternehmen. Er warnte aber auch vor dem Klumpenrisiko bei den Unternehmenssteuern.
Dieses entstünde, weil der grösste Teil von wenigen Grossunternehmen, darunter einigen US-amerikanischen, komme. Bei neuen Ausgaben und Steuersenkungen sei darum eine «angemessene Zurückhaltung» angebracht.
Bei der Revision des kantonalen Finanzausgleichs wünscht sich die Stadt «Fairness». Die Landgemeinden forderten zu recht mehr Geld, sagte Preisig. Der Kanton müsse sich aber an der Umverteilungslast beteiligen.
Einen Spitzenwert verzeichnete Schaffhausen bei den Investitionen. 72,3 Millionen Franken gab sie 2024 aus. Über 80 Prozent der geplanten Investitionen konnten umgesetzt werden.
Zukünftige Investitionspläne
Der Selbstfinanzierungsgrad lag bei 120 Prozent. In den nächsten Jahren plant die Stadt mehrere hundert Millionen Franken zu investieren, etwa in den Hallenbadneubau (80 Millionen Franken), die Aufwertung der Rheinuferpromenade (35 Millionen Franken) oder die Entwicklung des Kammgarnareals (32 Millionen Franken).
Aufgrund der hohen Steuererträge stieg das Eigenkapital um über 72 Millionen Franken auf rund 561 Millionen Franken an. Das Nettovermögen betrug fast 10'000 Franken pro Kopf.