Waadt will bis 2040 alle Öl- und Gas-Heizungen ersetzen

Keystone-SDA
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Lausanne,

Im Kanton Waadt sollen alle Öl- und Gas-Heizungen bis 2040 ersetzt werden. Dieses Ziel wird mit der Totalrevision des kantonalen Energiegesetzes angestrebt.

Ölheizung
Ölheizungen belasten die Umwelt stark. (Symbolbild) - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Kanton Waadt sollen alle Öl- und Gas-Heizungen bis 2040 ersetzt werden.
  • Dieses Ziel strebt der Staatsrat mit der Totalrevision des kantonalen Energiegesetzes an.
  • Das Kantonsparlament muss die Vorlage allerdings noch gutheissen.

Im Kanton Waadt sollen bis 2040 alle fossilen Heizungen, die das Lebenszyklus-Ende erreicht haben, durch umweltfreundlichere Anlagen ersetzt werden. Dies erklärte der Waadtländer Umweltminister Vassilis Venizelos (Grüne) am Montag vor der Presse. «Die fossilen Energieträger gehören der Vergangenheit an», sagte Venizelos.

Der Kanton will 15 bis 20 Prozent der Investitionen mit öffentlichen Geldern subventionieren. Den grössten Teil müssen die Hausbesitzer aus dem eigenen Sack bezahlen. Für diejenigen, die sich das nicht leisten können, können die Beiträge auch höher ausfallen. Ausnahmen sind zudem möglich, wenn der Austausch der Heizung aus technischer Sicht oder aus denkmalschützerischen Gründen zu kompliziert ist.

Der Umweltminister rechnete vor, dass bis 2040 im gesamten Kanton rund 90'000 fossile Heizungen ausgetauscht werden müssen. Von diesem Vorhaben betroffen sind 67 Prozent der Gebäude.

Ein Viertel der Gebäude betroffen

Das neue Gesetz zielt auf die Sanierung von Gebäuden ab, die schlecht isoliert sind. Dies neben den fossilen Heizungen, die für 38 Prozent der Treibhausgasemissionen des Kantons verantwortlich sind. Es trifft laut Kanton auf ein Viertel der Gebäude zu.

Ein weiteres grosses Potenzial sieht der Kanton bei der Solarenergie. Bis 2040 soll eine «maximale Abdeckung» der Dächer mit Solarkollektoren bei jedem Neubau oder jeder grösseren Renovierung erreicht werden.

Der Gesetzesentwurf basiere auf den Prinzipien «Autonomie, Effizienz und Sparsamkeit». Er werde auch von den bürgerlichen Regierungskolleginnen und -kollegen mitgetragen. Das betonte Venizelos, der von einem der «ehrgeizigsten Gesetze der Schweiz» in diesem Bereich sprach.

Vorentwurf zum Gesetz in Vernehmlassung

Der Vorentwurf zum Gesetz befindet sich nun bis zum 21. November in der Vernehmlassung. Für diesen Herbst sind mehrere Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung sowie Treffen mit Immobilienkreisen und Gemeinden geplant.

Im nächsten Jahr will der Staatsrat seinen Gesetzesentwurf dem Grossen Rat unterbreiten. Das Inkrafttreten erhoffe er sich spätestens auf den 1. Januar 2025, so der Umweltminister.

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Kommentare

User #5596 (nicht angemeldet)

Waadt bekommt eine Menge Geld von dem Finanzausgleich. Laut internet

User #2844 (nicht angemeldet)

3610 Da wird aber auf hohem Niveau gejammert.

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