Walliser sollen Notfall meiden – Rettungssanitäter muss selbst hin

Stephan Felder
Stephan Felder

Oberwallis,

Die Walliser Notfälle sind überfüllt – die Bevölkerung wird aufgerufen, sie zu meiden. «Ein wenig peinlich»: Nun landet sogar ein Sanitäter auf der Station.

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Rettungssanitäter Mathieu Curchod musste mit einem Kreuzbandriss in die Notaufnahme. - SRF Schweiz aktuell

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Notfallstationen des Spital Wallis platzen aus allen Nähten.
  • Einheimische sollen die Notfallstationen während der Ferienzeit meiden.
  • Ausgerechnet ein Rettungssanitäter wird nun nach einem Schlittelunfall eingeliefert.

Die Notfallstationen des Spital Wallis in Sion oder Visp platzen während der Ski-Saison aus allen Nähten.

An einem Wochenende hebt der Rettungshelikopter gleich 65 Mal ab. 43'000 Patienten jährlich frequentieren die Notaufnahme – und jedes Jahr werden es 3000 mehr.

Das Spital Wallis warnte vergangene Woche: Einheimische sollen die Notfallstationen während der Ferienzeit meiden – insbesondere mit Bagatellen wie Schnittwunden oder Erkältungen.

Warst du auch schon auf einer Notaufnahme?

Wegen der vielen Touristen drohe sonst eine Überlastung. Denn: Jeder fünfte Patient ist ein Tourist.

Dieses Thema griff nun auch die Sendung «Schweiz aktuell» auf.

Nicht nur Auswärtige sind auf dem Notfall

Die Reportage zeigt emsige Betriebsamkeit auf der Notaufnahme: Von Prellungen und Verstauchungen über Bänderrisse und Brüche bis hin zu epileptischen Anfällen: Die Ärzte und Pfleger müssen ein breites Spektrum an medizinischen Problemen behandeln.

Doch es sind nicht – wie von den Spitälern gewünscht – nur Auswärtige im Notfall: SRF trifft auf einen Walliser, der beim Schlitteln verunglückt ist. Bei dem Mann wird ein Kreuzbandriss diagnostiziert.

Die Pointe: Der Mann ist nicht nur Walliser, sondern ... auch Rettungssanitäter beim Spital Wallis in Siders.

«Es ist mir ein wenig peinlich. Es ist komisch, als Patient da zu sein und mich von meinen Kollegen behandeln zu lassen», sagt Mathieu Curchod.

Nun ist ein Kreuzbandriss selbstredend keine Bagatelle und Curchods Gang in die Notaufnahme absolut gerechtfertigt.

Doch sein Fall zeigt: Pistenunfälle können eben nicht nur Touristen treffen – sondern auch Einheimische.

Der Notaufnahmen in Visp und Sion wird die Arbeit daher so schnell nicht ausgehen.

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Kommentare

User #1272 (nicht angemeldet)

Es wäre mal an der Zeit, dass gezeigt wird wieviel Unnötige den Notfall aufsuchen. Es sollte eine saftige Geldstrafe geben für solche die unnötig den Notfall besetzen.

User #4119 (nicht angemeldet)

Wir brauchen mehr "Fachkräfte" um die "Fachkräfte" zusammen zu flicken.

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