Bonus-Debatte: ZKB-Chef Baumann erhält geringeren Boni
Trotz Rekordgewinn der Zürcher Kantonalbank (ZKB) verdient CEO Urs Baumann weniger als sein Vorgänger. Die Vergütungsstruktur wurde angepasst.

Urs Baumann, der Chef der Zürcher Kantonalbank (ZKB), hat im Jahr 2024 insgesamt 2,82 Millionen Franken verdient. Dies entspricht einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr, wie «Handelszeitung» berichtet.
Die Veränderung betrifft vor allem die Zusammensetzung seines Gehalts. Der Fixlohn des ZKB-Chefs wurde deutlich angehoben.
Er stieg von 700'000 auf eine Million Franken. Gleichzeitig reduzierten sich die variablen Vergütungen, also der Bonus, von knapp 1,46 Millionen auf rund 800'000 Franken.
ZKB Chef: Anpassung des Vergütungsmodells
Diese Umstrukturierung folgt einer externen Überprüfung im Herbst 2023.
Dabei wurde festgestellt, dass die variable Vergütung einen zu hohen Anteil am Gesamtgehalt ausmachte, wie «Handelszeitung» erklärt.

Die sogenannten Anwartschaften, aufgeschobene und an Bedingungen geknüpfte Bonuszahlungen, stiegen hingegen von knapp 490'000 auf gut 800'000 Franken.
Reaktion auf politische Kritik
Die Anpassung des Vergütungsmodells erfolgte nicht zuletzt als Reaktion auf politische Kritik. «InsideParadeplatz» berichtet, dass die Gesamtvergütung für den CEO und die Mitglieder der Generaldirektion nach oben begrenzt wurde.
Trotz eines um 17 Prozent besseren Konzernergebnisses blieb die Höhe der variablen Vergütung pro Mitarbeitenden konstant. Die Gesamtsumme der variablen Vergütungen betrug 354 Millionen Franken, wie «Finews» meldet.
Auswirkungen auf die Geschäftsleitung
Die Veränderungen im Vergütungsmodell wirken sich auch auf die gesamte Geschäftsleitung aus. Laut «Handelszeitung» belief sich die Gesamtvergütung an die Mitglieder der ZKB-Geschäftsleitung auf 17,96 Millionen Franken, nach 18,96 Millionen im Vorjahr.
Für das laufende Jahr erwartet ZKB-Chef Baumann ein herausforderndes makroökonomisches Umfeld. Wie «SRF» berichtet, rechnet er mit einer zunehmenden Wettbewerbsintensität und steigendem Margendruck im Bankensektor.
Trotz möglicher weiterer Zinssenkungen, die die Zinserträge mindern könnten, geht die Bank davon aus, erneut einen «ansprechenden Konzerngewinn» zu erwirtschaften. Die genauen Auswirkungen auf die Vergütungsstruktur bleiben abzuwarten.