Mehr Verschuldete in der Schweiz 2024 trotz sinkender Quote
Die Zahl verschuldeter Personen in der Schweiz stieg 2024 an. Dennoch sank die Schuldnerquote leicht, wie aktuelle Daten zeigen.

Die Verschuldung privater Haushalte bleibt ein zentrales Thema in der Schweiz. Im Jahr 2024 verzeichnete das Land einen Anstieg der Personen mit Schulden auf rund 414'000.
Das entspricht einem Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig sank die Schuldnerquote von 5,6 auf 5,5 Prozent.
Das Bevölkerungswachstum erklärt diesen scheinbaren Widerspruch, wie «Handelszeitung» berichtet.
Die meisten Schulden in der Westschweiz
Die Westschweiz weist weiterhin die höchsten Schuldnerquoten auf. Neuenburg führt mit 9,2 Prozent, gefolgt von Genf (8,7 Prozent) und Basel-Stadt (7,6 Prozent).

Im Gegensatz dazu verzeichnet Appenzell Innerrhoden mit nur 1,4 Prozent die niedrigste Quote. Männer zwischen 40 und 44 Jahren sind besonders betroffen; ihre Schuldnerquote liegt bei zehn Prozent.
Regionale Unterschiede und Ursachen
Die Gründe für die Unterschiede sind vielfältig. Laut «Schuldenberatung Schweiz» geraten viele Betroffene in eine Schuldenspirale, aus der sie nur schwer entkommen.
Die durchschnittliche Schuldenhöhe variiert stark. Der Median liegt bei etwa 37'370 Franken, während der Mittelwert bei über 67'000 Franken liegt, berichtet «Schuldenberatung Schweiz».
Gesellschaftliche Auswirkungen
708'000 Menschen leben in Einkommensarmut, was oft zu Überschuldung führt. Experten fordern verstärkte Prävention und Beratung.
«Schuldenberatung Schweiz» betont die Bedeutung frühzeitiger Hilfe: Je früher Betroffene Unterstützung suchen, desto höher sind ihre Chancen auf finanzielle Stabilität.