Niedrigwasser verbaut Schweizerischen Rheinhäfen Umsatzrekord
Wäre das Niedrigwasser im Rhein nicht gewesen, hätten die Schweizerischen Häfen ein Umsatzrekord verbuchen können.

Das Wichtigste in Kürze
- Das Niedrigwasser im Rhein behinderte den Schweizer Schiffsverkehr massiv.
- Ansonsten hätten die Rheinhäfen einen Umsatzrekord im Jahr 2018 erzielt.
Die niedrigen Wasserstände haben den Schweizerischen Rheinhäfen im vergangenen Jahr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Noch zur Jahreshälfte hatte sich ein neuer Umsatzrekord abgezeichnet. Doch wegen des Niedrigwassers musste der Schiffsverkehr massiv reduziert und teilweise gar eingestellt werden.
Der gewichtsmässige Güterumschlag in den Schweizerischen Rheinhäfen sank darauf 2018 gegenüber dem Vorjahr um fast einen Fünftel. 2018 werde als das Jahr mit rekordlanger und -schwerer Niedrigwasserperiode eingehen, teilte die Schweizerische Vereinigung für Schifffahrt und Hafenwirtschaft (SVS) heute Donnerstag mit.
Als Nadelöhr auf dem Rheinkorridor habe sich insbesondere der Rheinpegel bei Kaub im Mittelrhein erwiesen, hiess es in der Mitteilung. Deutschland beschleunige allerdings hier die Planungen zur Fahrrinnenkorrektur.
Weniger Heizöl und Benzin
Die extreme Wassersituation begann im Juni und nahm besonders im November und Dezember «dramatische Züge» an, hielt die SVS weiter fest. Besonders bei den flüssigen Treib- und Brennstoffen verstärkte das Niedrigwasser in der zweiten Jahreshälfte eine bereits rückläufige Tendenz.
Bereits nach sechs Monaten waren 10 Prozent weniger flüssige Treib- und Brennstoffe importiert worden, bis zum Jahresende weitete sich dieses Minus auf fast 30 Prozent aus.
Mit diesem Rückgang vermindert sich der Anteil der Treib- und Brennstoffe am gesamten Importverkehr auf 46 von 52 Prozent. Die Ausfuhren schwanden gar um fast 60 Prozent. Dabei handelt es sich um Schweröl. Es bleibt bei der Verarbeitung in der Schweizer Raffinerie übrig und im Inland keine Verwendung findet.
Starkes erstes Semester bei Containern
Der Umschlag beim Containerverkehr blieb trotz des Niedrigwassers fast auf dem Rekordwert vom Vorjahr, er betrug 119'000 TEU. TEU die Masseinheit für die Kapazitäten von Containerschiffen und Hafenumschlagsmengen. Grund dafür war das starke erste Semester. Vor allem in den ersten Monaten des Jahres stieg der Umschlag jeweils um über die Hälfte.
Optimistisch stimme, dass die Verkehre unmittelbar nach den starken Regenfällen in den letzten Tagen des Jahres klar anzogen. Laut Mitteilung haben sich die Wasserstände auch in den letzten Wochen gut entwickelt.