Technische Kaufleute: Nach der Lehre in den sicheren Job-Hafen?
Alles redet von neuen Jobprofilen und „4.0-Berufen“. Sind denn eigentlich „klassische“ kaufmännische Berufe und ein BWL Studium heute noch gefragt?

Das Wichtigste in Kürze
- Weiterbildungen sollen möglichst nicht aufgeschoben werden.
- Der Einbezug eines Karriereberaters kann bei der Wahl der richtigen Weiterbildung helfen.
- Besonders Ausbildungen mit verschiedenen Hintergründen wie der technische Kaufmann sind heiss begehrt.
Ja, mehr denn je. Vorausgesetzt, man wählt eine Weiterbildung, die auf die Transformation der Arbeitswelt vorbereitet. Sonst ist man auf verlorenem Posten.
Will man zu den „Gewinnern“ der „vierten Industriellen Revolution“ und Digitalisierung zählen, sollte man heute bereits wissen, welche Ausbildungen den Weg zu den ersehnten Jobs der Zukunft ebnen. Für Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern stehen viele Wege offen. Und man höre und staune: Auch in so genannten „klassischen Berufen“. Auch wenn schon viele einen Abgesang auf gewisse Berufsgattungen anstimmten: Viele Berufe werden nicht verschwinden, sondern ein neues „Profil“ bekommen. Es gilt aber nunmehr, sich ganz nach Darwin zu richten und sich bewusst zu werden, dass man sich den neuen Arbeitswelten anpassen muss.
Das kürzlich verstorbene Astrophysiker-Genie Stephen Hawking warnte vor der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz und den Herausforderungen der „vierten Industriellen Revolution“, vor der Industrie 4.0 und den Arbeitswelten der Zukunft. Viele klassische Berufe werde es nicht mehr geben, sagte er. Auch Futuristen wie Gerd Leonhard stimmen bei. Aber die Fachleute relativieren auch, denn auch Berufsleute in den so genannten „klassischen Berufen“ können sich auf die Zukunft und die sich bietenden Perspektiven freuen. Zwei Beispiele: Die Technischen Kaufleute und Betriebswirtschafter/innen HF. Denn weder die „eierlegenden Wollmilchsäue“ der Zukunft noch spezialisierte Fachleute in Betriebswirtschaft sind in den Arbeitswelten der Zukunft aussen vor.
Gute Zeiten für „moderne BWLer“
Wer in Betriebswirtschaft fit ist, kann es weit bringen. Gut ausgebildete Berufsleute auf diesem Fachgebiet sind gesucht. Denn es geht darum, Marktchancen zu erkennen und Wettbewerbsvorteile zu nutzen. Diese Fähigkeiten sind der oft gesuchte Mehrwert zum eigentlichen Handwerk der Topleute in Betriebswirtschaft. Besonders für jene, die einen Abschluss auf Stufe Höhere Fachschule HF oder Fachhochschule FH haben, einen eidg. Fachausweis oder ein eidg. Diplom besitzen, ist auch ein Nachdiplomstudium NDS HF Betriebswirtschaft eine optimale Lösung, um sich im harten BWL-internen Branchen-Konkurrenzkampf abzuheben. Die Weiterbildungs-Anbieter, speziell die Höheren Fachschulen, haben dies erkannt. „Eine Ausbildung mit grösserem Praxisbezug und modernem Ansatz ermöglicht nämlich dank der gezielten Schulung eines ganzheitlichen und vernetzten Denkens eine Unternehmensstrategie zielgerichtet umzusetzen und moderne Arbeits- und Führungsinstrumente einzusetzen. Zudem können dank praxisorientiertem Unterricht gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge erkannt und – zunehmend sehr wichtig - nach ökonomischen Grundsätzen gehandelt werden. Dadurch ist es zudem auch möglich, in der Karriereleiter höher zu klettern oder die spannendsten Projekte zu ergattern“, sagt beispielsweise Terry Tschumi, CEO der TEKO Basel. Das Fazit ist eindeutig: Den „Praktikerinnen und Praktikern“ gehört die Zukunft! Ähnlich wie zum Beispiel bei Wirtschaftsinformatikern gilt hier der Grundsatz „die Guten ins Töpfchen“: „Altes Wissen“ hat keine Chance, „neues Wissen“ öffnet die Job-Pforten ganz weit auf.
Wichtig: Der Wettbewerbsvorteil
In die gleiche Richtung geht auch der Trend zur Ausbildung zur Technischen Kauffrau beziehungsweise zum Technischen Kaufmann. Technische Kaufleute sind vielseitig, gut ausgebildet und auf dem Arbeitsmarkt begehrt. Berufsleute im technischen Umfeld mit technisch fundierter Ausbildung, welche auch über kaufmännische, betriebswirtschaftliche und Marketing-Kenntnisse verfügen, sind gefragt. Und erst recht, wenn sie Management-Fähigkeiten mitbringen. Sie gelten nicht ohne Grund als die „eierlegenden Wollmilchsäue“ in der Branche. Wer sich für diese Ausbildung entscheidet, wird einen Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt geniessen.