TUI leidet unter Flugverbot für Boeing MAX
Das Flugverbot für die Boeing 737 MAX belastet den Touristikkonzern TUI - die Pleite des Konkurrenten Thomas Cook dagegen gibt ihm Schub.

Das Wichtigste in Kürze
- Thomas-Cook-Pleite beschert Konzern aber mehr Buchungen.
TUI-Chef Fritz Joussen erklärte am Dienstag vor der Hauptversammlung, TUI rechne im laufenden Geschäftsjahr bis Ende September nicht mehr mit der Auslieferung einer 373-MAX-Maschine.
Im umsatzschwachen Winterquartal von Oktober bis Dezember machte TUI vor Steuern und Zinsen einen Verlust von 147 Millionen Euro; fast 80 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. 45 Millionen Euro Kosten etwa für Ersatzflugzeuge verursachte laut Unternehmen das Flugverbot für die Boeing. Der Konzern hofft allerdings, ein Teil dieses Geldes vom US-Flugzeugbauer als Entschädigung zu bekommen.
Im laufenden Geschäftsjahr rechnet TUI mit einem um Sonderposten bereinigten Gewinn vor Steuern und Zinsen zwischen 850 Millionen Euro und 1,05 Milliarden Euro. Dazu trägt auch der Thomas-Cook-Effekt bei: TUI habe seit der Pleite des Wettbewerbers 14 Prozent mehr Buchungen verzeichnet, erklärte das Unternehmen. Zwar werde der Reisemarkt in Deutschland und in Grossbritannien voraussichtlich schrumpfen, «aber wir werden Marktanteile gewinnen», sagte Joussen.