Wall Street vor Trumps «Tag der Befreiung» nervös
An der Wall Street sorgen Trumps «Tag der Befreiung» und die angekündigten Zölle für Unsicherheit. Experten warnen vor möglichen wirtschaftlichen Folgen.

Die Wall Street erlebt turbulente Zeiten, während Präsident Donald Trump seinen sogenannten «Tag der Befreiung» vorbereitet. Laut «Los Angeles Times» schwankt der S&P 500-Index stark, da Anleger Unsicherheit über die Auswirkungen der angekündigten Zölle herrscht.
Trump plant, am 2. April umfassende «reziproke Zölle» einzuführen, die auf Länder abzielen, die US-Importe besteuern. Laut «Politico» könnten diese Massnahmen kurzfristig die Inflation anheizen und das Wirtschaftswachstum bremsen.
Die Ankündigung hat bereits zu einer erheblichen Volatilität an den Märkten geführt, wie «CNN» erläutert. So war das erste Quartal 2025 eines der schwächsten seit Jahren, mit einem S&P-500-Rückgang um über 5 Prozent.
Experten in Sorge
Finanzanalysten an der Wall Street sind laut «Forbes» geteilter Meinung über Trumps Strategie. Einige sehen in den Zöllen eine Möglichkeit, amerikanische Arbeitsplätze zu sichern, andere warnen vor langfristigen Schäden für die Wirtschaft.

Morgan Stanley prognostiziert laut «Business Insider», dass die Zölle auf chinesische Produkte um bis zu 10 Prozent steigen könnten. Dies könnte globale Lieferketten stören und die Produktionskosten in den USA erhöhen.
Einige Ökonomen befürchten zudem eine mögliche Stagflation – ein Szenario, bei dem Inflation mit stagnierendem Wachstum einhergeht. «ABC News» berichtet, dass diese Sorge besonders bei Unternehmen gross ist, die auf importierte Waren angewiesen sind.
Unsicherheit belastet Wall Street und Unternehmen
Die Unsicherheit über die genauen Massnahmen belastet nicht nur die Wall Street, sondern auch das Vertrauen der Unternehmen. Laut «Newsweek» könnte dies zu einem Rückgang von Investitionen und Neueinstellungen führen.

Trump selbst bezeichnet den 2. April gemäss «Forbes» als Wendepunkt für die US-Wirtschaft. Wie er gegenüber Reportern erklärte, sollen die Zölle dazu beitragen, «den Wohlstand zurückzugewinnen», den andere Nationen angeblich ausgenutzt haben.
Gleichzeitig versuchen Lobbygruppen und Politiker, Ausnahmen für bestimmte Industrien zu erreichen. Wie «Politico» berichtet, kämpfen Autohersteller und Agrarunternehmen um Sonderregelungen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Wirtschaftliche Risiken und politische Dimensionen
Die Einführung der Zölle birgt erhebliche Risiken für die globale Wirtschaft. Laut «CNN» könnte dies nicht nur die Inflation in den USA steigern, sondern auch Handelsbeziehungen weltweit belasten.
Der politische Druck auf Trump ist ebenfalls hoch: Seine Wiederwahlkampagne basiert stark auf wirtschaftlichen Erfolgen. «ABC News» hebt hervor, dass ein Scheitern dieser Massnahmen seine Glaubwürdigkeit untergraben könnte.

Trotzdem bleibt unklar, wie umfassend die Massnahmen sein werden und welche Länder betroffen sind. Laut «Newsweek» könnte dies eine längerfristige Unsicherheit schaffen, was Investitionen weiter hemmen dürfte.
Trumps Vision eines «Tag der Befreiung»
Donald Trump sieht seinen «Tag der Befreiung» als entscheidenden Schritt zur Wiederherstellung wirtschaftlicher Souveränität der USA. Seine Strategie basiert auf der Idee, durch höhere Zölle ausländische Märkte unter Druck zu setzen und heimische Produktion zu fördern.
Experten warnen jedoch vor den möglichen negativen Folgen dieser Politik: Höhere Preise für Verbraucher und eine Verlangsamung des Wachstums könnten gravierende Auswirkungen haben («Los Angeles Times»). Gleichzeitig bleibt unklar, ob diese Massnahmen tatsächlich neue Arbeitsplätze schaffen können («Business Insider»).
Letztlich wird Trumps Erfolg davon abhängen, ob er das Vertrauen von Märkten und Wählern gleichermassen gewinnen kann. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sein Plan als wirtschaftlicher Triumph oder als riskantes Experiment in die Geschichte eingeht.