Fränzi Keiser (SVP): Fremdenfeindlichkeit und die SVP
Die SVP gilt für viele als fremdenfeindlich oder gar rassistisch. Fränzi Keiser klärt in ihrem Gastbeitrag auf: Es handelt sich um ein Klischee.
Das Wichtigste in Kürze
- Schweizer Bürger fühlen sich gegenüber den Zuzüglern vernachlässigt.
- Es muss genauer hingeschaut werden und wir müssen die Zuwanderung wieder selber bestimmen.
- Ein Gastbeitrag der Zuger SVP-Nationalratskandidatin Fränzi Keiser.
Immer wieder wird die SVP als fremdenfeindlich und rassistisch abgestempelt. Ich weiss, die Wahrnehmungen sind sehr unterschiedlich. Aber ich weiss auch, dass dieses Klischee nur allzu gerne bewirtschaftet und verbreitet wird.
Ich habe jedoch noch kein SVP-Mitglied kennengelernt, das gegenüber anderen Kulturen nicht offen und interessiert ist. Auch ich liebe es, Menschen aus mir fremden Kulturen kennenzulernen und mit ihnen zu diskutieren.
Über lange Jahre im sozialen Bereich tätig, sah ich in unserem Land leider auch sehr viel Unschönes; ausgenutzte Flüchtlinge, sowie hochnäsige Expats, die erwarten, dass sich das ganze Land nach ihnen richtet, aber auch Kinder, die mir ins Gesicht gesagt haben: «Ich will und muss nicht lernen, denn wenn ich gross bin, mache ich es wie mein Vater und gehe aufs Sozialamt.»
Schweizer Bürger fühlen sich vernachlässigt
Zunehmend erlebe ich immer wieder Schweizer Bürger, die sich gegenüber den Zuzüglern vernachlässigt fühlen. Meiner Meinung nach müssen wir unbedingt genauer hinschauen und die Zuwanderung wieder selber bestimmen, denn ein überlastetes Sozialwesen hilft rein gar niemandem!
Nun zum Klischee, die SVP sei fremdenfeindlich, ja gar rassistisch: Was hat es mit Fremdenfeindlichkeit zu tun, wenn man stolz auf sein Land und seine Traditionen ist, wenn man unser kleines Land und die noch schöne Natur vor der Überbauungswut (8 Fussballfelder pro Tag) schützen will und wenn man der Meinung ist, so kann es nicht weiter gehen.
Es kommen schlicht und einfach zu viele Menschen in unser Land. Zudem empfinde ich es als puren Egoismus, wenn wir aus der ganzen Welt all die sogenannten Fachkräfte zu uns holen, denn diese fehlen dann in ihrem eigenen Land.
Qualität statt Quantität
Weniger wäre mehr! Jeder in der Schweiz würde profitieren, auch die bereits im Land lebenden Flüchtlinge. Soll mir mal jemand erklären, wie die Schüler und Schülerinnen aus fremden Kulturen noch integriert werden können, wenn die Anzahl der Schweizer Kinder pro Klasse massiv kleiner ist als jene der Kinder mit ausländischen Wurzeln?
Oder weiss jemand, wie wir all den anerkannten Flüchtlingen gerecht werden und sie integrieren können, wenn wir durch die rasant wachsende Menge schlicht und einfach überfordert sind? Mein Credo lautet: Weniger wäre mehr und Qualität statt Quantität!
Zur Autorin: Franziska Keiser ist Nationalratskandidatin für die SVP aus Baar ZG. Von Beruf ist sie Sozialpädagogin sowie Kleinkindererzieherin.