Schweizer Dokumentarfilmer Richard Dindo verstorben

Maike Lindberg
Maike Lindberg

Frankreich,

Der renommierte Schweizer Dokumentarfilmer Richard Dindo ist im Alter von 80 Jahren in Paris verstorben. Sein Lebenswerk umfasst rund 40 Filme.

der Schweizer Dokumentarfilmers Richard Dindo
Der Schweizer Dokumentarfilmer Richard Dindo ist mit 80 Jahren in Paris gestorben. - keystone

Am 12. Februar 2025 verstarb der in Zürich geborene Regisseur und Dokumentarfilmer Richard Dindo in Paris. Dies berichtet «SRF» in einer Meldung zu Kulturnews.

Dindo hinterlässt ein beeindruckendes Lebenswerk von etwa 40 Filmen. Seine Arbeiten zeichneten sich durch ein ausgeprägtes gesellschaftliches und politisches Engagement aus.

Der Filmemacher galt als einer der prägendsten Vertreter des Schweizer Dokumentarfilms.

Bedeutende Werke des Schweizer Dokumentarfilmers Richard Dindo

Zu Dindos bekanntesten Werken zählt «Grüningers Fall» aus dem Jahr 1997. Der Film thematisiert das Leben des Schweizer Polizisten und Fluchthelfers Paul Grüninger.

Ein weiterer bemerkenswerter Film war «Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S.». Dieses Werk sorgte für Kontroversen und wurde als provokante Anklage gegen Staat und Justiz wahrgenommen.

Kennst du die Filme des Schweizer Dokumentarfilmers Richard Dindo?

Dindo setzte sich in mehreren Filmen auch mit dem Franquismus auseinander. Dazu gehören «Schweizer im Spanischen Bürgerkrieg», «Raimon – Lieder gegen die Angst» und «El suizo – un amour en Espagne».

Internationales Renommee

Der Filmemacher erlangte nicht nur in der Schweiz, sondern auch international Anerkennung. Seine Werke wurden auf zahlreichen Filmfestivals gezeigt und ausgezeichnet, wie «Swissinfo» berichtet.

Dindo lebte abwechselnd in Zürich und Paris. Seine Herkunft als Sohn eines in Zürich geborenen Bauarbeiters italienischer Abstammung prägte sein Schaffen und seine Perspektive.

der schweizer dokumentarfilmer richard dindo
Der schweizer Dokumentarfilmer Richard Dindo während der Dreharbeiten zu seinem Film "Grüningers Fall" im Jahr 1996. - keystone

Sein letzter Film «Das letzte Kino auf dem Land» erschien 2023. Es handelt sich dabei um eine Schweizer Satire, die sein vielfältiges Schaffen abrundet.

Vermächtnis und Reaktionen

Die Nachricht von Dindos Tod löste in der Schweizer Kulturszene Betroffenheit aus. Viele Kollegen und Wegbegleiter würdigen sein Lebenswerk und seinen Einfluss auf den Schweizer Film.

Seine Filme werden als wichtige Dokumente der Schweizer Geschichte und Gesellschaft betrachtet. Sie bieten einen kritischen Blick auf verschiedene Aspekte des Landes und seiner Vergangenheit.

Richard Dindo hinterlässt eine Lücke in der Schweizer Filmlandschaft. Sein Vermächtnis wird jedoch durch seine zahlreichen Werke und seinen Einfluss auf nachfolgende Generationen von Filmemachern weiterleben.

Kommentare

User #1388 (nicht angemeldet)

Dindo? Ich kenne nur Dildo!

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