EDA

Bund fordert Einstellung der Feinseligkeiten in Syrien

Keystone-SDA
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Bern,

Schweiz ruft zur Einstellung der Feindseligkeiten in Syrien auf, während die Gewalt eskaliert.

Syrien
Zivilisten auf der Ladefläche eines Fahrzeugs bei der Flucht aus Idlib. - dpa

Die Schweiz hat die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten angesichts der Eskalation der Gewalt in Syrien gefordert. Das humanitäre Völkerrecht müsse eingehalten werden, teilte das Aussendepartement am Dienstagabend mit.

Auch müssten die Zivilbevölkerung und das humanitäre Personal geschützt werden, schrieb das eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) weiter. Das EDA forderte zudem einen «sicheren und ungehinderten humanitären Zugang». Ein glaubwürdiger Friedensprozess sei «dringender denn je».

Zuletzt war der seit 2011 andauernde Bürgerkrieg in Syrien wieder aufgeflammt. Mitte der vergangenen Woche hatte eine Allianz von Aufständischen unter der Führung der Islamistengruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS) eine Offensive im Nordwesten Syriens begonnen und am Wochenende die Kontrolle über Aleppo, die zweitgrösste Stadt des Landes, übernommen.

Kampf um strategisch wichtige Städte

Die Frontlinie hat sich nun rund 130 Kilometer südlich um die Stadt Hama verschoben. Im Umland dieser Stadt werden Berichten zufolge erbitterte Kämpfe geführt. Das Islamistenbündnis nahm demnach mindestens zehn Dörfer und Orte ein. Syriens Streitkräfte verstärkten ihre Truppenpräsenz nach eigenen Angaben und reagierten mit Dutzenden Luftangriffen auf die islamistischen Rebellen.

Bei Kämpfen rund um die strategisch wichtige Stadt sind nach Informationen von Aktivisten vom Dienstag mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen, wie die in Grossbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, die mit einem Netz aus Informanten das Kriegsgeschehen im Land verfolgt.

Der seit mehr als einem Jahrzehnt andauernde, verheerender Krieg hat Syrien gespalten. Baschar al-Assads Regierung kontrollierte zuletzt mithilfe ihrer Verbündeten Russland und Iran etwa zwei Drittel des Landes.

Kommentare

User #4496 (nicht angemeldet)

Das Gute an der neuen Regierung in Syrien, sie sind alle gleicher Meinung und haben einen Bart. Unsere haben immer zwei Meinungen, eine ist dafür die andere dagegen.

User #2299 (nicht angemeldet)

Oh, wie beeindruckend! Die Schweiz fordert. Aber doch, der Anstand wurde gewahrt. Also zurück zum politischen Alltag...

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