NATO

Trump schliesst NATO-Beitritt der Ukraine aus

Janine Karrasch
Janine Karrasch

USA,

US-Präsident Trump drängt auf eine schnelle Lösung im Ukraine-Konflikt. Allerdings lehnt er eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine ab.

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US-Präsident stellt der Ukraine keinen NATO-Beitritt in Aussicht. - Keystone

Donald Trump hat bei einem Treffen mit dem britischen Premier Keir Starmer in Washington Stellung zum Ukraine-Krieg bezogen. Der US-Präsident äusserte sich optimistisch zu den laufenden Friedensverhandlungen mit Russland.

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Wenn es nach Donald Trump geht, wird die Ukraine nicht der NATO beitreten. - Keystone

Eine Waffenruhe werde «entweder ziemlich bald» erzielt oder «gar nicht», erklärte Trump laut «Tagesschau». Er betonte, dass bereits «viele Fortschritte» gemacht wurden und die Gespräche «ziemlich schnell» voranschreiten.

Trump erteilt NATO-Beitritt der Ukraine eine Absage

Eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine lehnt Trump derweil kategorisch ab. «Ich kann euch sagen, dass ihr die Nato vergessen könnt», sagte er gemäss «Spiegel».

Der US-Präsident begründete dies mit der geografischen Nähe zu Russland. Trump warnte vor einem möglichen dritten Weltkrieg, sollte die Ukraine der NATO beitreten.

Ferner machte er den Wunsch der Ukraine nach einer NATO-Mitgliedschaft für den Ausbruch des Konflikts verantwortlich. «Ich denke, das ist wahrscheinlich der Grund, warum das Ganze angefangen hat», äusserte Trump.

Radikale Wende in der amerikanischen Ukraine-Politik

Trump vertritt die Ansicht, dass Europa als direkter Nachbar der Ukraine für deren Sicherheit verantwortlich sei, nicht die USA. Er möchte die Verantwortung für die Ukraine-Krise auf die europäischen Staaten abwälzen.

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Auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat sich gegen einen NATO-Beitrag der Ukraine ausgesprochen. - Keystone

Die Trump-Administration hat zudem eine radikale Kehrtwende in der Ukraine-Politik vollzogen und bezeichnet Russland nicht mehr als «Aggressor» im Krieg. Diese Haltung steht im Widerspruch zu einer möglichen NATO-Mitgliedschaft der Ukraine.

Bereits vor zwei Wochen betonte auch Verteidigungsminister Pete Hegseth in Brüssel, dass ein Beitritt der Ukraine ausgeschlossen sei. Die USA würden stattdessen ein alternatives Sicherheitsabkommen ausserhalb der NATO-Strukturen für die Ukraine vorschlagen.

Was würde ein NATO-Beitritt bedeuten?

Ein NATO-Beitritt der Ukraine könnte den Krieg eskalieren, da Russland dies als direkte Bedrohung seiner Sicherheit sieht. Gleichzeitig würde ein Beitritt die Ukraine militärisch stärken und langfristigen Schutz vor weiteren Angriffen bieten.

Die NATO müsste bereit sein, im Konfliktfall den Bündnisfall auszulösen, was eine direkte Konfrontation mit Russland bedeuten könnte. Viele NATO-Staaten zögern daher, da dies den Krieg auf breitere Regionen ausweiten würde.

Wünscht du dir einen NATO-Beitritt der Ukraine?

Für die Ukraine wäre ein Beitritt ein strategischer Gewinn, aber er setzt ein Kriegsende und die Zustimmung aller NATO-Mitglieder voraus. Ohne klare Perspektive bleibt die Ukraine in einer instabilen Grauzone zwischen Russland und dem Westen gefangen.

Europäische Friedenstruppen willkommen

Der US-Präsident zeigte sich hingegen offen für die Stationierung europäischer Friedenstruppen in der Ukraine. Er habe nichts dagegen und verwies auf Frankreichs Bereitschaft dazu.

Trump betonte, die USA müssten selbst keine Truppen entsenden. Stattdessen forderte er erneut höhere Verteidigungsausgaben der NATO-Partner.

«In vielen Fällen wären vier oder fünf Prozent des BIP angebracht», so Trump laut «MDR».

Kritik von Starmer

Der britische Premier Keir Starmer warnte beim Besuch in den USA vor einem Frieden, der «den Aggressor belohnt». Ein solches Abkommen könnte andere autoritäre Regime wie den Iran ermutigen, wie «Euronews» berichtet.

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Der britische Premierminister Starmer äusserte Bedenken bezüglich eines vorschnellen Friedensabkommens mit Russland. - Keystone

Starmer betonte die Notwendigkeit langfristiger US-Sicherheitszusagen für die Ukraine. In Europa wächst die Sorge, Trump könnte Russland zu viele Zugeständnisse machen.

Im Gegensatz zu Trumps Optimismus bezüglich Putins Vertrauenswürdigkeit forderte Starmer ausreichende Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Er mahnte, dass ein Abkommen Massnahmen enthalten müsse, die Putin vor Konsequenzen bei Nichteinhaltung warne.

Kommentare

User #6193 (nicht angemeldet)

Nur so hr. Stramer, UK hat mit den Amis den Irak angegriffen - ohne Grund - völkerwiderrechtlich und klaut noch heute Resourcen. Also wurde Uk als Agressor belohnt. Lustig dass England das selber machen kann, andere dürfen nicht.

User #5946 (nicht angemeldet)

Ich nehme die Orange nicht ernst

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