FCZ: Hier kommen die Noten zum 2:0-Sieg gegen Luzern
Der FCZ feiert dank dem 2:0-Erfolg gegen den FCL den dritten Sieg in Folge. Während die Zürcher überzeugen, erhalten gleich neun Luzerner eine ungenügende Note.

Das Wichtigste in Kürze
- Der FCZ holt unter Interims-Trainer Massimo Rizzo den dritten Sieg im dritten Spiel.
- Die Zürcher bezwingen Luzern zuhause mit 2:0.
- Hier kommen die Noten zum Spiel.
Die Spieler des FCZ, wissen beim 2:0-Sieg gegen den FC Luzern zu überzeugen. Im Lager der Zentralschweizer sind hingegen gleich neun (!) Spieler ungenügend.
FCZ
Yanick Brecher

Brecher hat so gut wie nichts zu tun. Dann versucht es der Luzern-Tscheche Martin Frydek noch in der nahen Torecke. Brecher aber steht goldrichtig und parieret. Wie schon am Mittwoch gegen den FCB hält er seinen Kasten rein.
Nathan

Solid, unaufgeregt, zuverlässig: So sieht ein souveräner Arbeitsabend aus.
Becir Omeragic

Wow! Seine Bälle bei der Spielverlagerung sind eine Augenweide. Nur knapp steht Benjamin Kololli im Abseits sonst steht es schon kurz vor dem Führungstreffer 1:0
Omeragic macht ein richtig gutes Spiel – lässt überhaupt nichts anbrennen und geht resolut in jeden Zweikampf.
Fidan Aliti

Seit Aliti beim FCZ spielt und Rizzo Trainer ist gab es drei Siege in Serie. Er macht dabei die linke Seite zu und ist ein Sinnbild für die gute Zürcher Defensive.
Antonio Marchesano

Selbstverständlich gibt es die Note 5. Nicht für ein übermächtiges Spiel, aber für seinen Fleiss. Und natürlich für sein zweites Tor in dieser Woche – auch wenn es «nur» vom Elfmeterpunkt aus ist.
Toni Domgjoni

Domgjoni bestätigt weiter seinen Aufwärtstrend. Er findet immer besser ins Spiel.
Tosin Aiyegun

Seine Leistung war mässig und seine zweite Gelbe Karte überhaupt nicht nötig. Er wertet damit seinen Auftritt ab, da kann es keine genügende Note geben. Bezeichnend auch seine Chance, die er zu eigensinnig mit einem schlechten Schuss vergibt, statt seine Kollegen einzusetzen.
Blaz Kramer

Gibt schon nach wenigen Momenten im Spiel den ersten Warnschuss ab, doch der Ball geht am FCL-Tor vorbei. Sein Treffer zum 1:0 wird noch annulliert, weil Benjamin Kololli hauchdünn im Abseits seht. Kurz darauf holt Kramer einen Elfmeter raus, weil ihn FCL-Captain Lucas Alves sehr ungeschickt foult.
Sein Schuss in der zweiten Halbzeit zischt wieder am Posten vorbei, er darf mit seinem Auftritt zufrieden sein. Viel fehlte nicht und er wäre als Torschütze aufgetaucht, es fehlt das nötige Wettkampfglück.
Ousmane Doumbia

Doumbia gewinnt viele Zweikämpfe und trägt meistens Sorge zum Ball, nach vorne gibt es noch Potential.
Silvan Wallner

Eine Leistung ohne Fehl und Tadel. Er bedient Benjamin Kololli mustergültig mit dem Ball, welcher dann zum Handelfmeter und zum 2:0 führt.
Benjamin Kololli

Sprüht vor Spielfreude und Tatendrang. Es ist gut zu erkennen mit welcher Entschlossenheit er seinen Penalty verwandelt. Auch bei der Entstehung des zweiten Elfmeter ist er der Ausgangspunkt: Sein Ball landet an der Hand von FCL-Schulz – starker Auftritt.
FC Luzern
Marius Müller

Ihn triff keine Schuld an der verdienten Niederlage. Müller bekommt zwei Tore vom Elfmeterpunkt aus, weil sich seine Vorderleute ungeschickt anstellen.
Stefan Knezevic

Souverän verteidigen sieht anders aus. Auch im Laufduell mit Blaz Kramer sieht man deutlich: Zurzeit fehlt einfach einen Zacken.
Er muss kompromisslos in seine Zweikämpfe, was eigentlich ein Markenzeichen von ihm ist. Das wird zurzeit vermisst.
Lucas Alves

Natürlich hat die ganze Aktion, welche zum Elfmeterfoul führt eine Vorgeschichte. Doch das rechtfertigt seine ungestüme Aktion in keiner Weise. Der Penalty ist ein klares Foul und die Rote Karte gemäss Schiedsrichter-Regelwerk richtig. Damit erweist er seiner Mannschaft einen Bärendienst.
Ibrahima Ndiaye

Was er abliefert hat bis auf wenige Ausnahmen weder Hand noch Fuss. Der Wille ist da – der Ertrag allerdings gering.
Tsiy Ndenge

Wenigstens ein Pfostenschuss steht in seiner Bilanz. Viele ungestüme Aktionen und Stückwerk – das war nichts.
Dejan Sorgic

Sorgic hat einen brutal schweren Stand. Aber das ist nach der frühen Roten Karte für Captain Lucas ja auch kein Wunder. Seine Rückkehr hat er sich wohl etwas anders vorgestellt, als nach sechs Runden mit zwei Punkten in der Tabelle dazustehen. Doch es kommen noch andere Spiele. Und dass Sorgic weiss, wo das Tor steht, ist bekannt.
Louis Schaub

Sein rüdes Foul an Fidan Aliti ist richtig gemein. Solche Aktionen kann er sich in Zukunft sparen. Er findet den Schlüssel für das Spiel überhaupt nicht und bleibt klar unter seinen Möglichkeiten.
Martin Frydeck

Mit Abstand der beste Luzerner Feldspieler. Der tschechische Nati-Verteidiger zeigt, dass er ein Gewinn sein kann, fleissig ist und stets Drang nach vorne hat. Das war ein frischer Auftritt.
Alex Carbonell

Haarsträubende Ballverluste und keine Bindung zum Spiel. Eine Enttäuschung schlecht hin.
Marvin Schulz

Das erste Tor darf er sich mit FCL-Flügelflitzer Varol Tasar teilen. Beim zweiten Tor ist seine Hand im Spiel – unglücklich ja – aber pfeifen, darf man diesen Elfmeter sicherlich. Zu seinem Schutz soll aber erwähnt sein, dass seine Position als Aussenverteidiger grundsätzlich in Frage gestellt werden muss. Der Allrounder macht im Mittelfeld eindeutig die bessere Figur.
Varol Tasar

Eigentlich steht er zu kurz auf dem Platz um eine Note abzugeben. Doch seine Aktion, sein Zuspiel führt zum Elfmeter und zum Zürcher 1:0. Dass das Zuspiel von Schultz ungeschickt ist, steht ausser Frage. Tasar hätte auch die Option gehabt, denn Ball einfach ins Out zu spielen, anstelle einer Steilvorlage für den FCZ zu liefern.
Silvan Sidler

FCL-Trainer Celestini muss nach der Roten Karte von Captain Lucas taktisch wechseln und bringt Sidler für Tasar. Sidler ist einer der einzigen Luzerner, welcher eine normale und genügende Leistung abrufen kann. Lanciert toll Ndenge, der aber nur den Pfosten trifft.