Red Bull: So schätzt Neuzugang Yuki Tsunoda den RB21 ein
Yuki Tsunoda wird bei seinem Heimrennen in Suzuka erstmals im Red Bull sitzen. Der Japaner hat sich im Simulator vorbereitet – und gibt sich optimistisch.

Das Wichtigste in Kürze
- Yuki Tsunoda gibt am Wochenende bei seinem Heim-GP in Japan sein Red-Bull-Debüt.
- Vorbereiten konnte sich der neue Verstappen-Teamkollege nur im Simulator.
- Sein erster Eindruck vom neuen Arbeitsgerät fällt aber positiv aus.
Gerade einmal zwei Rennwochenenden hat es gedauert, bis Red Bull den ersten Fahrerwechsel der Saison vorgenommen hat: Liam Lawson wird nach zwei desaströsen Auftritten in Australien und China zum B-Team Racing Bulls degradiert. An seiner Stelle sitzt ab dem Japan-GP am Wochenende Yuki Tsunoda im Cockpit.
Der Japaner gibt also vor heimischer Kulisse seine langersehnte Premiere im «grossen» Schwesterteam. Tsunoda galt im Vorjahr eigentlich als logischer Nachfolger für den enttäuschenden Sergio Perez. Überraschend erhielt dann aber Lawson den Vorzug – was sich als Fehlschlag entpuppte.
Nun darf sich Tsunoda als Teamkollege von Vierfach-Weltmeister Max Verstappen versuchen. Testfahrten kann er vor seiner Premiere am Wochenende keine absolvieren. Stattdessen bereitet sich der Japaner im Red-Bull-Werk in Milton Keynes vor. «Ich habe zwei Tage im Simulator verbracht», schildert er in der Honda-Firmenzentrale in Aoyama.
Fühlt sich Tsunoda im Red Bull schnell wohl?
Und Tsunoda stellt dem tückischen Red Bull RB21 ein überraschendes Zeugnis aus. «Nach dieser Erfahrung empfand ich das Auto nicht als besonders schwierig zu fahren», erklärt Tsunoda. «Ich hatte definitiv den Eindruck, dass die Frontpartie sehr reaktionsfreudig ist, wie die Leute oft sagen.»

Vor allem sein neuer Teamkollege Verstappen bevorzugt ein besonders aggressives Einlenk-Verhalten an seinem Auto. «Aber wenn man mich fragt, ob es sich schwierig zu fahren anfühlt? Ich würde nicht sagen, dass es mir ein besonders seltsames Gefühl vermittelt hat, zumindest im Simulator», so Tsunoda.
«Mein Ziel ist ein Platz auf dem Podium»
Der Japaner gibt aber auch zu, dass er vor dem ersten Freien Training am Freitag nur Mutmassungen anstellen könne. «Natürlich ist die Abstimmung des Autos bei mir wahrscheinlich anders als bei Max. Ich möchte mein eigenes Auto-Set-up entwickeln», erklärt der 89-fache Grand-Prix-Teilnehmer.

Rückendeckung aus dem Red-Bull-Team hat Tsunoda bereits im Vorfeld erhalten. Er werde die Saison auf jeden Fall bei Red Bull beenden, versicherte Motorsport-Berater Helmut Marko. Tsunoda selbst steckt sich schon für seinen ersten Auftritt zu Hause grosse Ziele: «Für dieses Rennen ist mein Ziel ein Platz auf dem Podium», sagt er.