Fall Peng Shuai: Navratilova kritisiert Australian Open
Die chinesische Tennisspielerin Peng Shuai ist auch in Melbourne Thema. Ex-Tennisstar Martina Navratilova kritisiert die Australian Open wegen ihres Verhaltens.

Das Wichtigste in Kürze
- Martina Navratilova äussert im Fall Peng Shua Kritik an den Australian Open.
- Das Tennisturnier verbietet Zuschauern das Tragen von Peng-Shuai-Shirts.
- Die Veranstalter wehren sich und wollen Zuschauern keine politischen Botschaften erlauben.
Tennis-Idol Martina Navratilova hat die Organisatoren der Australian Open für ihr Verhalten bei Protesten im Fall der Chinesin Peng Shuai kritisiert.
«Das ist ziemlich armselig», teilte die frühere Weltranglistenerste aus den USA mit. Die WTA stehe ziemlich alleine da. Die Veranstalter hatten zuvor Zuschauern untersagt, T-Shirts als Unterstützung für Peng Shuai zu tragen.
Peng Shuai, die frühere Weltranglistenerste im Doppel, hatte Anfang November im sozialen Netzwerk Weibo Vorwürfe wegen eines sexuellen Übergriffs durch einen chinesischen Spitzenpolitiker veröffentlicht. Der Post wurde bald danach gelöscht.
Seither äusserten Sportler, Politiker und Menschenrechtler Sorge um ihr Wohlergehen. Die Damen-Organisation WTA hatte stets klar Position bezogen, Aufklärung gefordert und sich mit den Turnieren aus China zurückgezogen.
Die Veranstalter der Australian Open wiesen die Kritik an ihrem Verhalten zurück und erklärten, dass ihre Eintrittskartenbedingungen keine politischen Botschaften erlauben. Die Sicherheit von Peng Shuai sei ihnen ein grosses Anliegen.