Federica Brignone nach Sturz: «Würde das Gleiche noch einmal tun»
Federica Brignone fällt mit Verletzungen monatelang aus und muss um Olympia bangen. Die Italienerin bereut ihren Start bei den nationalen Meisterschaften nicht.

Das Wichtigste in Kürze
- Federica Brignone stürzt beim Riesen an den italienischen Meisterschaften schwer.
- Die 34-Jährige zieht sich Knochenbrüche und einen Kreuzbandriss zu.
- Nun spricht die Gesamtweltcupsiegerin erstmals über ihre Verletzung.
Nach der überragenden Weltcup-Saison muss Federica Brignone einen herben Rückschlag einstecken. An den nationalen Meisterschaften stürzt die Italienerin schwer.
Die Verletzungen stellen sich als ernsthafter heraus, als zunächst gedacht.
Die erschütternde Diagnose: Eine doppelte Fraktur mit Verschiebung des Schienbeinplateaus und des Wadenbeinkopfes sowie ein Kreuzbandriss.
Brignone: Piste war «perfekt»
Ihr behandelnder Arzt spricht von «erheblichen Schäden am Knochen». Und nun hat sich Brignone erstmals selber zu Wort gemeldet.
«Im glücklichsten Moment meiner Karriere brauchte ich das wirklich nicht», sagt sie gegenüber der Nachrichtenagentur Ansa.

Trotz schlimmer Verletzung gibt sich die Gesamtweltcupsiegerin aber kämpferisch: «Ich werde mich einer neuen Herausforderung stellen müssen, der ich mich wie immer stellen werde.»
Von Ausreden will Brignone nichts wissen. Die Bedingungen auf der Piste seien «perfekt» gewesen.
Die 34-Jährige stellt klar: «Ich habe mich gut gefühlt. Und wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich das Gleiche noch einmal tun. Allerdings mit dem Ziel, nicht zu stürzen.»

Auf Instagram meldet sich Brignone wenig später mit einem Update bei ihren Fans. Mit einem Lächeln grüsst sie ihre Follower.
Sie wolle sich bei allen bedanken, die ihr auf der Strecke und im Spital geholfen haben, schreibt sie. «Und danke an alle, die mir schreiben. Zum Glück habe ich viele Freunde, die mir Gesellschaft leisten und mich zum Lachen bringen.»
Wettlauf gegen die Zeit?
Wie lange die Alleskönnerin ausfallen wird, ist derzeit noch unklar. Medien spekulieren bereits, dass es zehn Monate dauern könnte, bis sie wieder in Topform ist.
Es dürfte also für Federica Brignone ein Wettlauf gegen die Zeit werden. Denn: In genau zehn Monaten stehen die Olympischen Spiele von Mailand und Cortina d'Ampezzo an.