Nahost-Konflikt meistbeanstandetes Thema bei SRG-Ombudsstelle

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Bern,

Rund ein Viertel der Beschwerden bei der SRG-Ombusstelle betrafen den Nahost-Konflikt. Das Pro-Palästina- und das Pro-Israel-Lager hielten sich aber die Waage.

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Ein Viertel der letztjährigen Beschwerden bei der SRG-Ombudsstelle betrafen den Nahost-Konflikt. - keystone

Der Nahost-Konflikt ist erneut im Zentrum der Arbeit der Unabhängigen Beschwerdeinstanz von Radio und Fernsehen (UBI) gestanden. Rund ein Viertel der 852 behandelten Beanstandungen betrafen den Nahost-Krieg, vor allem im von Israel teilbesetzten palästinensischen Gazastreifen, wie der UBI-Jahresbericht 2024 zeigt.

So unversöhnlich, kompromisslos und dialogverweigernd sich die beiden Kriegsparteien in Nahost gegenüberstünden, so unversöhnlich, kompromisslos und dialogverweigernd sei auch der grösste Teil der Eingaben des pro-palästinensischen und des pro-israelischen Lagers gewesen, heisst es in einer Mitteilung von SRG Deutschschweiz vom Mittwochabend.

Ombudsstelle: SRF-Berichterstattung grösstenteils sachgerecht

Beide Lager hielten sich in der Zahl der Beanstandungen demnach ungefähr die Waage. Mehrheitlich habe die Bereitschaft gefehlt, sich mit der anderen Meinung auseinanderzusetzen, und in vielen Fällen sei die eigene Ansicht argumentativ wenig begründet oder konkretisiert gewesen. Die Fakten seien umgedeutet worden, bis sie zur eigenen Ideologie gepasst hätten.

Die flächendeckende Berichterstattung durch SRF in allen möglichen Gefässen sei aber grösstenteils sachgerecht gewesen, betont die Ombudsstelle. Daran halte sie trotz der gegenteiligen Überzeugung der Beanstandenden fest.

Leichter Anstieg der Beschwerden

Zwei weitere Ausland-Themen führten laut Jahresbericht zu überdurchschnittlich vielen Beanstandungen: die US-Präsidentenwahl und die politischen Entwicklungen in Deutschland, vor allem der Umgang mit der AfD.

Von den 852 materiell behandelten Eingaben (Vorjahr: 836) wurden 8,7 Prozent der Ombudsfälle (Vorjahr: 5 Prozent) ganz oder teilweise unterstützt und betrafen vor allem Video, Online und Kanäle der Sozialen Medien, wie die UBI weiter mitteilte. Entsprechend dem Medienverhalten würden nämlich auch die Aktivitäten von SRF in den Sozialen Medien immer stärker beachtet.

Die seit 1984 bestehende Unabhängige Beschwerdeinstanz von Radio und Fernsehen (UBI) ist eine ausserparlamentarische Kommission des Bundes. Sie setzt sich aus neun nebenamtlichen Mitgliedern und einem dreiköpfigen Sekretariat zusammen.

Kommentare

User #1531 (nicht angemeldet)

Wie schön würde es doch sein SRF wäre längst Geschichte.

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