In Kalifornien forderte die schlimmste Brandkatastrophe in der Geschichte des Bundesstaates bislang 77 Tote. Die Zahl der Vermissten ist gesunken.
Die Such- und Rettungsteams des Santa Clara County Sheriffs setzen die Suche nach vermissten Opfern des Camp-Fire in Magalia, Kalifornien, fort.
Die Such- und Rettungsteams des Santa Clara County Sheriffs setzen die Suche nach vermissten Opfern des Camp-Fire in Magalia, Kalifornien, fort. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Der katastrophale Waldbrand in Kalifornien fordert bisher 77 Tote.
  • Der Ort Paradise ist fast vollständig zerstört. Die Vermisstenzahl ist gesunken.
Ad

Der verheerende Waldbrand im Norden Kaliforniens hat bisher 77 Menschen das Leben gekostet. Das teilte die Feuerschutzbehörde des US-Staates, Calfire, am Sonntagabend mit. Das sogenannte «Camp Fire» um den besonders stark betroffenen Ort Paradise nördlich von Sacramento sei mittlerweile zu 65 Prozent unter Kontrolle, so die Behörde weiter. Die Zahl der Vermissten sank von mehr als 1200 Menschen auf 993, wie die Zeitung «San Francisco Chronicle» berichtete.

Der Sheriff des betroffenen Bezirks Butte County, Kory Honea, hatte am Wochenende die Menschen aufgerufen, sich zu melden, wenn sie in Sicherheit sind. Viele Menschen waren den Behörden zufolge wegen ausgefallener Mobilfunknetze nicht zu erreichen.

Feuerwehrleute fanden einen leblosen Körper nach den Waldbränden in Kalifornien. - Keystone

Schlimmstes Feuer in der Geschichte

Das Feuer gilt jetzt schon als das tödlichste und zerstörerischste in der Geschichte des Westküstenstaates. Bisher breitete es sich Calfire zufolge auf 607 Quadratkilometern Fläche aus, das entspricht rund zwei Dritteln der Fläche Berlins. Mehr als 10'000 Häuser wurden laut Medienberichten zerstört. Im «Woolsey»-Feuer im Süden Kaliforniens nahe Los Angeles kamen Calfire zufolge drei Menschen ums Leben.

US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag die Gegend um Paradise besucht, der Ort selbst wurde grösstenteils zerstört. Trump dankte den Rettungskräften und sagte Kalifornien Unterstützung zu. Er machte das Forstmanagement für die schlimme Lage verantwortlich. Auf die Frage, ob der Klimawandel eine Ursache sei, sagte er, es gebe mehrere Faktoren. Derzeit scheine aber das Forstmanagement ein «sehr grosses Problem» zu sein. Experten hatten eine lange Dürre, verdorrte Vegetation und extreme Winde als Ursachen für das Ausmass der Brände genannt.

Ad
Ad

Mehr zum Thema:

KlimawandelDonald Trump