Kalifornien kündigt Widerstand gegen Trumps Strafzölle an

Sandra Morgenroth
Sandra Morgenroth

USA,

Kalifornien setzt sich als erster US-Bundesstaat offiziell gegen die von Präsident Trump verhängten Strafzölle und strebt eigene Handelsvereinbarungen an.

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Kalifornien fordert, dass seine Produkte von den Gegenzöllen ausgenommen werden. (Archivbild) - keystone

Kalifornien hat als erster US-Bundesstaat offiziell Widerstand gegen die von Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle angekündigt.

Gouverneur Gavin Newsom (Demokratische Partei) will internationale Handelspartner dazu bewegen, kalifornische Produkte von Gegenzöllen auszunehmen. Er strebt laut der «Frankfurter Rundschau» eigene Handelsvereinbarungen an.

Hintergrund der Massnahmen

Trump hatte pauschale Zölle von 10 Prozent auf alle US-Importe sowie einen komplexen Mechanismus für Länder mit hohen Handelsdefiziten angekündigt.

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Kalifornien ist stark von den Zöllen betroffen, die Trump verhängt hat. (Archivbild) - keystone

Für die EU gilt ein Zollsatz von 20 Prozent . Die EU bereitet bereits Vergeltungsmassnahmen vor, darunter Zölle auf US-Stahl, Agrarprodukte und digitale Dienstleistungen.

Kaliforniens Strategie

Newsom begründet seine Initiative mit der wirtschaftlichen Bedeutung Kaliforniens. Der Bundesstaat gilt als fünftgrösste Volkswirtschaft der Welt (BIP: 3,9 Billionen USD, 3,36 Billionen Franken).

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Gouverneur Gavin Newsom strebt eigene Handelsvereinbarungen an. (Archivbild) - keystone

Wichtige Exportgüter von Kalifornien sind Mandeln (80 Prozent der Weltproduktion), Milchprodukte, Wein, Walnüsse, Pistazien.

Betroffene Branchen in Kalifornien

Bedrohte Branchen des US-Bundestaates sind laut «T-Online» die Landwirtschaft, Technologieunternehmen, Bauwirtschaft.

Letztere ist vor allem durch Holz-Zölle aus Kanada betroffen. Diese werden für den Wiederaufbau nach Waldbränden benötigt.

Geplante Gegenmassnahmen

Kalifornien kann zwar keine offiziellen Handelsverträge abschliessen, plant aber gezielte Steuervergünstigungen für ausländische Partner. Newsom betonte laut der «Frankfurter Rundschau» in sozialen Medien:

«Wir haben keine Angst, unsere Marktmacht zu nutzen, um gegen die grösste Steuererhöhung unseres Lebens zurückzuschlagen.»

Soll Kalifornien weiterhin gegen Trumps Zölle kämpfen?

Gleichzeitig positioniert er sich als möglicher Gegenkandidat zu Trump bei der nächsten Präsidentschaftswahl. Die EU prüft derzeit, wie sie auf diese ungewöhnliche Initiative reagieren soll.

Kommentare

User #4157 (nicht angemeldet)

Was bringt es dem Autobauer, dass seine Industrie durch Zölle geschützt wird – wenn er extrem hohe Preise durch Strafzölle auf die dazu benötigten Materialien zahlen muss? Schliesslich darf man nie vergessen: Den Aufpreis durch die Zölle zahlt niemand anderes als US-amerikanische Importeure – und damit am Ende die Konsumentinnen und Konsumenten. Das ist wie bei einer Fussballmannschaft, die versucht, einen Spielzug ohne Verteidigung zu üben. Wir wissen, dass dies unserer Wirtschaft schaden wird, bevor wir überhaupt zu möglichen Vergeltungsmassnahmen kommen.

User #5923 (nicht angemeldet)

Und Mexico null Steuern ää äähhm ????🤔

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