USA führen Luftangriff gegen IS-Miliz in Somalia durch
Die USA haben bei einem Luftangriff in Somalia IS-Kämpfer getötet. Zivilisten seien dabei keine zu Schaden gekommen.

Das US-Militär hat erneut Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Somalia bombardiert. Nach ersten Einschätzungen seien mehrere IS-Kämpfer getötet worden und keine Zivilisten zu Schaden gekommen, teilte die für Afrika zuständige Kommandozentrale des US-Militärs (Africom) in Stuttgart mit. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.
Die Luftangriffe fanden in der Nähe der Golis-Berge im Norden Somalias statt, wo Kräfte der halb autonomen Region Puntland eine Grossoffensive gegen Rückzugsorte von IS-Kämpfern führen. Die örtlichen Behörden äusserten sich zunächst nicht zu den Luftangriffen. Im Februar waren bei einem US-Luftschlag gegen IS-Stellungen dort nach Angaben aus Puntland mindestens 46 Terroristen getötet worden.
Die USA in Somalia haben seit Jahresbeginn bereits fast so viele Luftangriffe in Somalia durchgeführt wie im gesamten Jahr 2024. Seit Februar war das Militär nach Angaben von Africom an mindestens neun Angriffen beteiligt, darunter fünf gegen den IS und vier gegen die Terrormiliz Al-Shabaab. Die ebenfalls islamistische Gruppe, die zu dem mit dem IS verfeindeten Netzwerk Al-Kaida gehört, ist deutlich grösser und kämpft im Süden und Zentrum Somalias gegen das Militär.