USA halten mit Südkorea und Japan Raketenabwehrübung ab
Inmitten wachsender Spannungen mit Nordkorea haben die USA mit ihren Verbündeten Südkorea und Japan ein gemeinsames Seemanöver zur Raketenabwehr abgehalten.

Zu der Übung am Mittwoch in internationalen Gewässern zwischen der koreanischen Halbinsel und Japan hätten die drei Länder jeweils einen eigenen Zerstörer entsendet, teilte der Generalstab in Südkorea mit.
Sie hätten durch die Übung «die Sicherheitskooperation gestärkt und ihre Reaktionssysteme gefestigt», hiess es. Bei der Übung seien Ziele mithilfe von Computern simuliert worden. Laut dem Indo-Pazifik-Kommando der USA demonstrierte das Training «die Stärke der trilateralen Beziehungen». Davor hatte es eine solche Raketenabwehrübung dieser Länder im vergangenen Oktober gegeben.
Die USA und ihre ostasiatischen Verbündeten fühlen sich durch das Raketen- und Atomwaffenprogramm Nordkoreas bedroht. Am Samstag hatte das international weitgehend isolierte Land eine Langstreckenrakete getestet, die theoretisch auch US-Territorium erreichen kann. Den USA wirft Nordkorea eine feindselige Politik vor. Am Montag folgte aus Nordkorea der Abschuss von zwei Raketen, die Japan und Südkorea als ballistische Kurzstreckenraketen identifiziert hatten.
Japan hatte wegen der jüngsten nordkoreanischen Raketentests eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt. Die Erprobung jeglicher ballistischer Raketen, die – je nach Bauart – auch einen Atomsprengkopf tragen können, ist Nordkorea durch UN-Beschlüsse untersagt.