Austrian Airlines prüft längeren Einsatz älterer Boeing-Flugzeuge
Verzögerungen bei der Lieferung neuer Dreamliner zwingen Austrian Airlines zum Umdenken bei ihrer Langstreckenflotte.
Die Austrian Airlines (AUA) steht vor Herausforderungen bei der geplanten Modernisierung ihrer Langstreckenflotte. Wie «Die Presse» berichtet, könnte sich der Umstieg auf neue Boeing-Langstreckenflugzeuge des Typs 787-9 Dreamliner verzögern.
Vorstand von Austrian Airlines gibt Auskunft
Michael Trestl, scheidender Vorstand der AUA, erklärt die Situation: «Aktuell sieht es so aus, dass sich die Ankunft der Dreamliner (...) verzögert.»
Dies geht aus einer Meldung der «APA» hervor. Als Reaktion auf diese Entwicklung prüft die Lufthansa-Tochter nun, den Einsatz der bestehenden Boeing 767 zu verlängern.
Die Pressestelle von Austrian Airlines bestätigt gegenüber der «APA», dass eine solche Verlängerung in Betracht gezogen wird.
Gründe für die Verzögerung
Die Verzögerungen bei der Auslieferung neuer Flugzeuge sind nicht auf die AUA beschränkt. Wie «Aerotelegraph» berichtet, kämpft die gesamte Lufthansa Group mit Lieferschwierigkeiten bei ihrer 787-Bestellung.
Michael Trestl erläutert die Situation detaillierter: «Die dritte Boeing 787 wurde für März 2025 erwartet; dann wurde die Auslieferung auf April 2025 verschoben, gefolgt von einer Verzögerung bis Ende 2025.»
Auswirkungen auf die Flotte
Trotz der Verzögerungen hat die AUA bereits Fortschritte bei der Flottenerneuerung gemacht.
Laut «News.at» sind seit 2024 zwei gebrauchte Dreamliner im Einsatz der Airline.
Der ursprüngliche Plan sah vor, bis 2028 insgesamt elf Boeing 787-9 Dreamliner in die Flotte aufzunehmen. Diese sollten die bisherigen Langstreckenflugzeuge der 777- und 767-Reihe ersetzen.
Flexible Planung notwendig
Die AUA-Pressestelle betont die Notwendigkeit einer flexiblen Planung. «Wir prüfen daher die Verlängerung des 767-Betriebs, um flexibel reagieren zu können», zitiert «Aerointernational» den AUA-Vorstand.
Diese Strategie soll sicherstellen, dass Austrian Airlines auch bei weiteren Verzögerungen handlungsfähig bleibt und ihr Langstreckenangebot aufrechterhalten kann.