Historischer Durchbruch: Milliarden für den Artenschutz
Die Uno-Artenschutzkonferenz COP16 in Rom erzielt eine bahnbrechende Einigung zur Finanzierung des Artenschutzes bis 2030.
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Die Teilnehmerländer der Uno-Artenschutzkonferenz COP16 in Rom haben sich nach langer Verhandlung auf eine Finanzierung des Artenschutzes bis zum Jahr 2030 geeinigt. Konferenzleiterin Susana Muhamad lobte die Teilnehmenden, sie hätten «unglaubliche Arbeit» geleistet.
Die Delegierten applaudierten am Donnerstagabend am Sitz der Uno-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) in Rom, nachdem die 154 Länder einen Kompromiss über der Bereitstellung von Milliarden von Dollar erreicht hatten. Beim vorigen Treffen vor vier Monaten im kolumbianischen Cali waren die Verhandlungen abgebrochen worden.
Globale Vereinbarung zur Rettung der Natur
Die Entscheidung zeigt den Weg für die Finanzierung auf, zwei Jahre nach einer bahnbrechenden Vereinbarung, mit der die Zerstörung der Natur gestoppt und die Ökosysteme und wild lebenden Tiere geschützt werden sollen. Für die kommenden Jahre werden zwei Hauptaktionsbereiche festgelegt: Die Beschaffung zusätzlicher Mittel in Milliardenhöhe für die biologische Vielfalt und die Entscheidung über Institutionen, welche diese Mittel bereitstellen sollen.
Bei der Uno-Artenschutzkonferenz in Kanada im Jahr 2022 war das Ziel vereinbart worden, jährlich 200 Milliarden Dollar Finanzierung zur Verfügung zu stellen.
Die Ziele des Montrealer Vertrags
Im 2022 beschlossenen Vertrag von Montreal waren insgesamt 23 Ziele in Bezug unter anderem auf die Begrenzung der Überausbeutung von Ressourcen, den Klimawandel oder die Abholzung von Wäldern beschlossen worden. Hauptziel ist es, bis 2030 knapp ein Drittel der Land- und Meeresflächen weltweit unter Schutz zu stellen. Derzeit sind 17 Prozent der Landflächen und acht Prozent der Meeresflächen geschützt.
Sollte das Ziel nicht erreicht werden, ist Forschenden zufolge unter anderem die Lebensmittelversorgung der Menschheit bedroht. Uno-Experten warnen zudem vor wirtschaftlichen Kosten in Billionenhöhe, die durch Nutzung fossiler Energieträger, nicht nachhaltige Landwirtschaft und Fischerei entstehen.