NATO

Nato-Streitkräfte trainieren für Schreckensszenario Atomkrieg

Keystone-SDA
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Belgien,

Streitkräfte aus 14 Nato-Staaten haben am Montag ihre jährliche Übung zur Verteidigung des Bündnisgebiets mit Atomwaffen begonnen.

Nato-Truppen bei Übung im Jahr 2017
Nato-Truppen bei Übung im Jahr 2017 - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Montag begann die alljährliche Übung der Nato-Streitkräfte.
  • Mitglieder aus 14 Staaten trainieren für den Ernstfall eines Atomkrieges.
  • Dutzende Flugzeuge sind an der Aktion «Steadfast Noon» beteiligt.

Streitkräfte aus 14 Nato-Staaten haben am Montag ihre jährliche Übung zur Verteidigung des Bündnisgebiets mit Atomwaffen begonnen. Nach Angaben aus der Bündniszentrale in Brüssel sind an der Übung mit dem Namen «Steadfast Noon» Dutzende Flugzeuge beteiligt.

Einsatz von US-Atomwaffen

Darunter seien neben atomwaffenfähigen Kampfjets auch konventionelle Jets sowie Überwachungs- und Tankflugzeuge, hiess es.

nato
Ein Offizier geht an dem Marschflugkörper vom Typ 9M729 (Nato-Code: SSC-8) entlang, im Hintergrund die Startvorrichtung. SSC-8 soll in der Lage sein, Marschflugkörper abzufeuern, die sich mit Atomsprengköpfen bestücken lassen und mehr als 2000 Kilometer weit fliegen können. Foto: Pavel Golovkin/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Schauplatz der Übung ist in diesem Jahr den offiziellen Angaben zufolge der Luftraum über dem südlichen Bündnisgebiet. Demnach könnte der Einsatz von taktischen US-Atomwaffen vom Typ B61 trainiert werden. Diese lagern nach offiziell unbestätigten Angaben auf dem Militärflugplatz Ghedi in Norditalien.

Nach Flugdatenauswertungen des Nuklearwaffenexperten Hans Kristensen landeten in Ghedi am Montag unter anderem ein deutscher Tornado.

Keine genauen Übungsorte bekannt

Die nukleare Teilhabe sieht vor, dass in Europa stationierte Atomwaffen der USA im Ernstfall auch von Partnerstaaten abgeworfen werden. US-Atomwaffen sollen offiziell unbestätigten Angaben zufolge auch in Belgien, der Türkei sowie in den Niederlanden und im rheinland-pfälzischen Büchel lagern.

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Die Fahnen der Nato. - Keystone

Die Nato wollte sich am Montag nicht zu den genauen Übungsorten und anderen Details äussern. In der Mitteilung wurde lediglich auf die jüngste Gipfelerklärung verwiesen. In ihr heisst es: «Angesichts der Verschlechterung des Sicherheitsumfelds in Europa ist ein glaubwürdiges und geeintes nukleares Bündnis von entscheidender Bedeutung.»

Zugleich wurde betont, dass die Nato nach dem Ende des Kalten Krieges die Zahl der Kernwaffen drastisch reduziert habe.

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