Putin: Lage in der Ukraine war für Russland gefährlich

Keystone-SDA
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Russland,

Wieder einmal hat der russische Präsident Wladimir Putin den Krieg in der Ukraine gerechtfertigt. Er wirft dem Westen vor, Russland zerstören zu wollen.

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Der russische Präsident Wladimir Putin spricht am 4. November 2022 in Moskau. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Erneut rechtfertigt Wladimir Putin den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
  • Er wirft dem Westen vor, Russland schwächen, zerstören und teilen zu wollen.
  • Der russische Präsident erlaubt auch Schwerverbrechern, in die Armee einzuziehen.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat zum Feiertag der nationalen Einheit erneut den Krieg gegen die Ukraine gerechtfertigt. Zudem hat er Vorwürfe gegen den Westen erhoben. «Die sogenannten Freunde der Ukraine haben die Lage so weit getrieben, dass sie für Russland gefährlich wurde. Für das ukrainische Volk ist sie gar selbstmörderisch», sagte Putin nach Agenturangaben am Freitag in Moskau.

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Angehörige trauern über einen im Ukraine-Krieg verstorbenen Kämpfer. - Keystone

Die westliche Politik ziele auf «Schwächung, Teilung, Zerstörung Russlands» ab. «Wir werden das niemals zulassen und wir werden unser Vaterland schützen, wie unsere Vorväter das getan haben.» Dies sagte der Kremlchef bei einer Rede vor Historikern und Religionsvertretern. Erneut verunglimpfte er die Führung in Kiew als «neonazistisch» und sagte, ein Zusammenstoss mit diesem «Regime» sei unausweichlich gewesen.

Putin erlaubt Schwerverbrecher Einzug in Armee

Putin hatte Ende Februar den Einmarsch seiner Truppen in das Nachbarland befohlen. Seither hat Russland schwere Verwüstungen in der Ukraine angerichtet und den besetzten südöstlichen Teil zu russischem Staatsgebiet erklärt. Die Ukraine wehrt sich mit ausländischer Unterstützung. Ihre Armee hat in den vergangenen Wochen russische Truppen an vielen Stellen zurückgedrängt.

Bereitet Ihnen der Ukraine-Krieg Sorgen?

Putin unterzeichnete gleichzeitig am Freitag zwei Gesetzesänderungen, die das Aufstocken seiner geschwächten Truppen in der Ukraine ermöglichen sollen. Er schuf eine Rechtsgrundlage für Freiwilligenbataillone. Ausserdem wurde geregelt, dass Schwerverbrecher trotz ihrer Verurteilung zur Armee eingezogen werden können.

Der 4. November wird in Russland als Tag der nationalen Einheit begangen. Er erinnert an die Vertreibung polnischer Truppen aus Moskau 1612.

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