Regierungsbildung: CDU und SPD setzen Gespräche fort
Die Sondierungsgespräche zur Bildung einer schwarz-roten Bundesregierung in Deutschland gehen weiter.

Christdemokraten und Sozialdemokraten wollen ihre Beratungen über die Bildung einer schwarz-roten Bundesregierung in Deutschland in der kommenden Woche fortsetzen. Das teilten die Generalsekretäre von CDU, CSU und SPD, Carsten Linnemann, Martin Huber und Matthias Miersch, nach einer ersten Gesprächsrunde von Vertretern der drei Parteispitzen in Berlin mit. Einen konkreten Termin für die nächsten Sondierungsgepräche nannten sie nicht.
«Die Sondierungsgepräche haben in einer offenen und konstruktiven Atmosphäre begonnen», heisst es in der kurzen Mitteilung weiter. Bundesfinanzminister Jörg Kukies (SPD) habe der Runde zunächst einen Überblick über die Haushaltslage gegeben. «Die Herausforderungen werden nun Gegenstand der kommenden Gespräche sein», fügten die Generalsekretäre von CDU, CSU und SPD an.
Merz will Regierung bis Ostern
Nach Vorberatungen in einer kleineren Runde hatten Vertreter beider Seiten gegen 11.15 Uhr nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen mit ihren ersten Sondierungen begonnen. Es nahmen je neun Vertreter von Union und SPD teil.
Bei dem Treffen soll es auch darum gegangen sein, den weiteren Zeitplan und das weitere Vorgehen abzustecken. CDU/CSU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz hat wiederholt deutlich gemacht, dass er angesichts der grossen Herausforderungen keine Zeit verlieren und bis Ostern eine Regierung bilden möchte. SPD-Chef Lars Klingbeil betonte aber wiederholt, es gebe keinen Automatismus einer Regierungsbeteiligung der SPD.
Bei den Sondierungsgeprächen wird in Deutschland ausgelotet, ob Koalitionsverhandlungen erfolgversprechend sind. Die CDU/CSU hatte die Bundestagswahl vom vorigen Sonntag mit 28,5 Prozent der Stimmen gewonnen.