Wegen Corona: EU-Parlament will mehr Unabhängigkeit bei Medikamenten
Das EU-Parlament will als Folge aus der Corona-Pandemie mehr Unabhängigkeit Europas bei der Versorgung mit Medikamenten.

Das Wichtigste in Kürze
- Die EU will aus der Corona-Pandemie ihre Lehren ziehen.
- Bei der Versorgung von Medikamenten will man künftig unabhängiger sein.
Zu den wichtigsten Vorschlägen eines am Mittwoch vom EU-Parlament in Strassburg angenommenen Berichts zähle etwa, «die strategische Autonomie der EU im Bereich Arzneimittel zu stärken und die Vergabe von Aufträgen durch die EU transparenter zu machen», teilte das EU-Parlament mit.
Man solle zudem stärker in Strategien investieren, um beispielsweise Long-Covid besser bekämpfen zu können. Während der Corona-Pandemie hatte die EU-Kommission den Kauf von Impfstoffen gegen Corona für die EU-Länder koordiniert.
Die EU müsse einen genauen Blick auf ihre Rolle bei der weltweiten Reaktion auf die Pandemie werfen. Und dabei mehr denn je auf internationale Zusammenarbeit und Solidarität setzen, sagte Kathleen Van Brempt, die Vorsitzende des Sonderausschusses, der den Bericht ausgearbeitet hatte.
«Nun ist es an der Kommission, unsere Empfehlungen aufzugreifen und Vorschläge für eine krisenfestere und zukunftssichere EU vorzulegen.»