EPFL hofft auf Vollmitgliedschaft in der Kernfusionsforschung

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Lausanne,

Das Swiss Plasma Center (SPC) der EPFL hat an einer bahnbrechenden Methode zur Energiegewinnung geforscht.

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Die ETH Lausanne (EPFL). (Archivbild) - Keystone

Ein Labor der EPFL forscht zur Energiegewinnung aus der Kernfusion. Diese Verfahrensweise steht im Zentrum des internationalen Kernfusions-Versuchsreaktors Iter. Das Labor soll mit dem Abkommen über die EU-Programme wieder Vollmitglied einer europäischen Forschungsorganisation werden.

Das Swiss Plasma Center (SPC) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) verfügt über einen sogenannten Tokamak. Dieser gilt zur Erstellung von Iter als unerlässlich, wie die EPFL auf ihrer Webseite zum Projekt schreibt. Ein Tokamak ist ein Kernfusionsreaktor.

Unter dem Begriff Kernfusion ist die Verschmelzung von zwei Atomkernen zu einem zu verstehen. Dieser Vorgang spiele sich beispielsweise in der Sonne ab, war weiter zu lesen.

Enorme Mengen an Energie werden freigesetzt

Mit dem Tokamak wird erforscht, wie dies auf der Erde erreicht werden kann. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhitzen im Reaktor ein Gas auf über hundert Millionen Grad Celsius, um es in Plasma zu verwandeln. Dadurch überwinden Teilchen ihre elektrische Abstossung und verschmelzen zu schwereren Kernen wie Helium. Dabei werden enorme Mengen an Energie freigesetzt.

Der Tokamak ist ein grosser Metallring, der von Elektromagneten umgeben ist. Das Magnetfeld sorgt dafür, dass das heisse Plasma in der Brennkammer eingesperrt und in der Schwebe gehalten wird. Denn wenn das Plasma die Gefässwände berührt, kühlt es sofort ab.

EPFL: Einfluss auf europäische Fusionsstrategie

Derzeit beteiligt sich die EPFL an den internationalen Fusionsaktivitäten im Rahmen des Eurofusion-Konsortiums, wie der Geschäftsleiter des SPC, Paolo Ricci, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Eurofusion wiederum arbeitet gemäss eigenen Angaben eng mit Iter zusammen. Im Konsortium verfüge die EPFL aber über kein Stimmrecht.

Mit der Ratifizierung des Vertrags zu den EU-Programmen werde das SPC Vollmitglied bei Eurofusion werden. «Das ist für uns sehr wichtig, weil es uns das Stimmrecht über die europäische Fusionsstrategie und natürlich auch über das Budget gibt», sagte Ricci.

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Kommentare

User #5617 (nicht angemeldet)

Bitte mitmachen, bitte investieren. Mit Vollgas. Kernfusion ist DIE nächste globale Hochenergieversorgungstechnik. Vergesst KKW's, PV, Windenergie... Diese veralteten, ineffizienten Stromerzeugungs-technologien mögen für eine Alp oder auf einer kkeinen "Pazifikinsel" brauchbar sein. Aber keinesfalls für einen hochindustrialisierten Kontinent.

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