Mondsonde Athena ist gestartet
Die Mondsonde Athena ist auf dem Weg zum Erdtrabanten, um dort nach Wassereis zu suchen und den Weg für künftige bemannte Missionen zu ebnen.
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In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hob die SpaceX Falcon-9 Rakete mit der Mondsonde Athena an Bord erfolgreich ab. Sie startete laut «Spektrum» vom Kennedy Space Center in Florida.
Die Mondsonde Athena gehört zum privaten Raumfahrtunternehmen Intuitive Machines. Sie zielt darauf ab, den Südpol des Mondes zu erforschen und nach Wasservorkommen zu suchen, so «Spiegel».
Mondsonde Athena
Der sechsbeinige Lander Athena, benannt nach der griechischen Göttin der Weisheit, ist etwa so hoch wie eine Giraffe. Sie kann laut «RP Online» bis zu 130 Kilogramm wissenschaftliche Instrumente transportieren.
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An Bord befinden sich neben verschiedenen Messgeräten auch zwei kleine Rover, die laut «Futurezone» über den Mond rollen sollen.
Zudem besitzt die Sonde einen Mondhüpfer namens GRACE. Dieser soll mit Kaltgasraketendüsen ausgestattet sein, so «Spektrum».
Suche nach Wassereis
Die Südpolregion des Mondes ist von besonderem wissenschaftlichen Interesse, denn dort wird Wassereis vermutet.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betont die Wichtigkeit von Wassereis. Dieses sei entscheidend für eine längerfristige menschliche Präsenz auf dem Erdtrabanten, berichtet der «Spiegel».
Das Eis könnte nicht nur als Trinkwasser dienen. Es könnte auch zur Gewinnung von Sauerstoff und Wasserstoff für Raketentreibstoff genutzt werden.
Arbeitsplan von Athena
Athena soll am 6. März in der Region Mons Mouton nahe dem lunaren Südpol landen, so «Spektrum». Der Mondhüpfer GRACE wird dabei eine besondere Rolle spielen.
Er kann sich bis zu 25 Kilometer vom Landeplatz entfernen und soll in einen permanent im Schatten liegenden Krater springen. Dort soll er dann spezielle Messungen durchzuführen.
Internationale Zusammenarbeit
Die Athena-Mission ist Teil eines Programms der NASA, das private Unternehmen in der Mondforschung fördert, so «IT Boltwise». Neben amerikanischer Technologie sind auch deutsche und ungarische Komponenten an Bord, berichtet «RP Online».
Zusätzlich zur Mondsonde Athena startete auch der NASA-Mondorbiter Lunar Trailblazer. Dieser soll laut «Spektrum» aus der Umlaufbahn Karten der Wasserverteilung auf dem Mond erstellen.
Diese kombinierten Missionen versprechen neue Erkenntnisse über die Ressourcen des Erdtrabanten.