Zwei Familien wehren sich gegen rassistische Gesetze in den USA

Gerrit Fredrich
Gerrit Fredrich

USA,

Zwischen der Familie Dong und der Familie Thompson wuchs eine aussergewöhnliche Freundschaft. Grund dafür waren rassistische Immobiliengesetze in Kalifornien.

Lloyd Dong
Lloyd Dong und sein Bruder Ron stehen vor ihrem ehemaligen Zuhause. - San Diego State University

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Familie Dong und die Familie Thompson verbindet eine tiefe Freundschaft.
  • Aufgrund rassistischer Immobiliengesetze konnte die Familie Dong kein Haus mieten.
  • Die Thompsons vermieteten ihnen deshalb ihr Eigentum.

Im Jahr 1939 stand die chinesisch-amerikanische Familie Dong vor einem Problem: Sie konnte aufgrund rassistischer Immobiliengesetze in Coronado, Kalifornien, kein Haus mieten. Hilfe kam von Emma und Gus Thompson, einem afroamerikanischen Unternehmerpaar aus der Stadt. Sie vermieteten der Familie Dong ihr Eigentum und ermöglichten ihnen später den Kauf des Hauses.

Heute möchten sich die Dongs für diese Unterstützung bedanken. Mit dem Erlös aus dem Verkauf des Hauses spenden sie fünf Millionen Dollar an afroamerikanische Studierende.

Eine Investition in Bildung

«Es könnte einigen Kindern ermöglichen, zu studieren und erfolgreich zu sein.» Das sagt Janice Dong (86) über den Plan zum Verkauf des Familienhauses sowie eines angrenzenden Grundstücks.

Zudem setzt sich die Familie dafür ein, dass das Black Resource Center nach Emma und Gus benannt wird. Das gilt als Zeichen ihrer Dankbarkeit gegenüber dem Paar.

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«Ohne sie hätten wir nicht die Bildung und alles andere», sagt Lloyd Dong Jr., 81 Jahre alt. «Sie haben uns einen Start gegeben mit dem Land.»

Eine Geste ohne Bedingungen

Aber es geht hier nicht um Wiedergutmachung oder Reparationen, betont Kevin Ashley, ein Historiker aus Coronado. Die Thompsons' Geste war eine Transaktion ohne Bedingungen; die Dongs hatten nichts zurückzuzahlen.

Stattdessen geht es darum, den bleibenden Einfluss einer Familie zu ehren und anzuerkennen, die einer anderen geholfen hat, voranzukommen. «Es ist genau das Richtige», sagt Ron Dong (86) über ihre Spende.

Eine Entscheidung mit Auswirkungen

Die Entscheidung der Familie Dong fällt zusammen mit dem Vorstoss kalifornischer Gesetzgeber für Reparationsgesetze zur Bewältigung des Erbes rassistischer Diskriminierung im Bundesstaat.

«Es gibt viel, für das Kalifornien Rechenschaft ablegen muss», sagt Don Tamaki, Mitglied der kalifornischen Reparations Task Force.

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Kommentare

User #6129 (nicht angemeldet)

Als Schweizer können Sie Immobilien in Dänemark nur mit Genehmigung des dänischen Justizministeriums erwerben. Falls das als Nicht-EU-Bürger überhaupt möglich ist.

User #6129 (nicht angemeldet)

Welch eine irreführende Headline.

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