Philippe Angelo Otou (FDP LU): «Weil die Zinsen steigen»

Philippe Otou
Philippe Otou

Luzern,

Im Gastbeitrag äussert sich Philippe Angelo Otou zur herrschenden Wohnungsnot. Durch ein lukrativeres Leben auf dem Land könne diese gelindert werden.

Philippe Angelo Otou FDP
Philippe Angelo Otou (FDP Luzern) äussert sich im Gastbeitrag zur herrschenden Wohnungsnot. - zVg

Das Wichtigste in Kürze

  • Philippe Angelo Otou (FDP Luzern) äussert sich im Gastbeitrag zur Wohnungsnot.
  • Gründe dafür seien die endlosen Baubewilligungsverfahren und die dynamische Zuwanderung.
  • Ausserdem müsse das Leben auf dem Land wieder lukrativer werden, um Städte zu entlasten.

Weil die Zinsen steigen und sich das Umfeld ändert, sind viele Unternehmer und Investoren verunsichert, was die weitere Wertentwicklung betrifft. Dies hat öfters zur Konsequenz, dass Neubauten auf die lange Bank geschoben werden.

Aus der Praxis ertönt auch der Ruf, dass die Baugesetze und die schier endlosen Bewilligungsverfahren ein ernstes Problem darstellen. Ebenso ist auch die Einwanderung ein ernstzunehmendes Problem.

In immer mehr Regionen würden die Mietwohnungen rasch knapper, schreibt die Raiffeisen. Eine Besserung sei weder von der Angebots- noch von der Nachfrageseite zu erwarten. Dynamische Zuwanderung und die auf dem Wohnungsmarkt immer aktiver werdenden ukrainischen Flüchtlinge sorgen für eine hohe Zusatznachfrage.

Leben auf dem Land soll lukrativer gestaltet werden

Gerade ausserhalb von Grossstädten stehen Mietwohnungen oft leer, weil viele Menschen eine Wohnung in Grossstädten suchen.

Dies hat den Nebeneffekt, dass die Städte eine dynamische Zuwanderung verzeichnen. Bei Gemeinden ausserhalb von Grossstädten ist der Wohnungsmarkt dagegen rückgängig. Um die Städte zu entlasten und die Landregionen zu fördern, sollten die Mietpreise pro Quadratmeter nicht noch mehr gesenkt werden.

Denn wir dürfen auch nicht vergessen, dass ein Vermieter selbst sehr viel für den Quadratmeter investieren und bezahlen muss in einer Stadt. In den Landregionen sollte je nach Gemeinde mehr Flexibilität im Preissegment geschaffen werden – beispielsweise für den ÖV in die Grossstädte. Damit kann auch das Leben auf dem Land für viele Menschen lukrativ werden und sich die stetige Zuwanderung in den Städten erholen.

Die Schweiz verzeichnete alleine im Jahr 2022 eine Nettozuwanderung von rund 81'000 Personen und aktuell befindet sich die Schweiz bei über neun Millionen Einwohnern, was bedeutet, dass wir bald die 10-Millionen-Schweiz erreichen werden. Unser Staat verfügt noch nicht über eine Infrastruktur, die für diese rasche Zunahme gut ausgestattet ist.

Zur Person: Philippe Angelo Otou (*1999) ist selbständiger Unternehmer. Er wohnt in Luzern und kandidierte bei den diesjährigen Nationalratswahlen für die FDP Luzern.

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Kommentare

User #1889 (nicht angemeldet)

Und jetzt sollen alle aufs Land oder was? Wo fehlt es?

User #1313 (nicht angemeldet)

Schade wurde Herr Otou nicht gewählt. Ein guter und weitsichtiger Politiker Meine Stimme hatte er

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