Mytheresa startet mit kräftigem Plus an New Yorker Börse
Am Donnerstag ging das Modeunternehmen Mytheresa an die New Yorker Börse. Dem Unternehmen ist ein erfolgreicher Börsenstart gelungen.

Das Wichtigste in Kürze
- Mytheresa spezialisiert sich auf Luxusmode.
- Nun ist das deutsche Unternehmen am Donnerstag an der New Yorker Börse gestartet.
- Die Kurse pendelten sich zu Beginn knapp oberhalb von 33 US-Dollar ein – ein Erfolg.
Der Luxus-Onlinemodehändler Mytheresa aus Aschheim bei München ist an der New Yorker Börse mit kräftigen Kursgewinnen gestartet. Am Donnerstag wurden die Aktien der Muttergesellschaft des Unternehmens, MYT Netherlands Parent B.V., erstmals gehandelt.
Die Kurse pendelten sich zunächst knapp oberhalb von 33 US-Dollar ein. Damit lagen sie deutlich über dem Ausgabekurs von 26 Dollar (21,46 Euro). Dieser hatte sich bereits am oberen Ende der Spanne bewegt. Nach Angaben aus dem Unternehmensumfeld soll das Angebot 27-fach überzeichnet gewesen sein.

Beim Börsengang wird nur knapp ein Fünftel des Unternehmens angeboten. Er soll insgesamt bis zu 467 Millionen Dollar einsammeln, von denen bis zu 370 Millionen dem Unternehmen zugutekommen. Das Geld soll laut Finanzchef Martin Beer zur Ablösung eines Gesellschafterdarlehens und für weiteres Wachstum eingesetzt werden.
Mytheresa setzt mit Börsengang auf globale Ausrichtung
Dass das Unternehmen in den USA an die Börse geht, begründete Beer unter anderem mit der globalen Ausrichtung. Zudem verspreche man sich davon auch eine Steigerung der Markenbekanntheit im wichtigen Markt USA. Dort mache Mytheresa derzeit rund 10 Prozent seiner Umsätze. Etwa 25 Prozent entfallen auf den Bereich Asien-Pazifik, 60 Prozent auf Europa.
Mytheresa hat sich auf den Onlinehandel mit Luxusmode spezialisiert. In den vergangenen 12 Monaten hätten 570'000 Kunden beim Unternehmen gekauft, sagte Beer. Im Schnitt komme ein Paket dabei auf 600 Euro.
Das Unternehmen wächst mit derzeit rund 850 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von zuletzt knapp 450 Millionen Euro stark. Für die kommenden Jahre sind 22 bis 25 Prozent geplant.