Donald Trump: Diese beiden Frauen landeten in seinem Abschiebe-Knast

Mia Fasser
Mia Fasser

USA,

Die Politik von Donald Trump hat bizarre Auswüchse. Zwei Frauen werden wegen Problemen mit ihrem Visum an der US-Grenze in Abschiebehaft gesteckt.

donald trump
Donald Trump will bei illegalen Einreisen rigoros durchgreifen. (Archivbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Inhaftierungen bei Einreisen in die USA häufen sich.
  • Zwei Frauen haben ein Visa-Problem bei der Einreise und werden in Abschiebehaft gesteckt.
  • Die beiden teilen ihre Geschichte auf Social Media.

Die Einreise in die USA wird für zwei Frauen zum Albtraum.

Die 28-jährige Britin Becky Burke hatte sich auf ein Rucksack-Abenteuer gefreut, doch stattdessen landet sie hinter Gittern.

Auch die 35-jährige Jasmin Mooney aus Kanada wird – nachdem sie ihr Arbeitsvisum verlängern will – in Abschiebehaft gesteckt.

Die zwei jungen Frauen berichten auf Social Media vom Erlebten.

Becks Zustand war «besorgniserregend»

Becky Burke war gemäss eines Facebook-Aufrufs ihres Vaters zum Backpacken in Nordamerika unterwegs.

Als die Grafikerin von den USA nach Kanada weiterreisen wollte, wurde sie aufgrund eines Visa-Fehlers abgelehnt. Anschliessend wollte sie in die USA zurückkehren.

An der Grenze wurde sie jedoch als «illegale Einwanderin» abgestempelt. Ihr wurde die Einreise verweigert und sie wurde mit Handschellen gefesselt in Abschiebehaft nach Washington gesteckt.

«Beckys Zustand ist äusserst besorgniserregend», schreibt ihr Vater auf Facebook. In der Haftanstalt erhielt Becky – eine Veganerin – nur kalten Reis, Kartoffeln und Bohnen zu essen. Telefonate waren selten möglich und das Licht brannte ständig.

Becky verarbeitet traumatisches Erlebnis mit Zeichnungen

Nach 19 Tagen wurde sie schliesslich nach England abgeschoben.

In einem weiteren Post schreibt der Vater, dass Becky zu Hause sei und sich langsam erhole. «Becky ist so froh, dass sie wieder zu Hause ist. Sie fühlt sich aber auch schlecht, weil sie andere zurückgelassen hat.»

Auf Instagram teilt sie Zeichnungen, die ihr helfen, das traumatische Erlebnis zu verarbeiten und Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken.

«Unmenschliche» Bedingungen in Abschiebelager

Auch Jasmine Mooney aus Kanada erlebte einen ähnlichen Albtraum bei ihrer Einreise in die USA. Die ehemalige Schauspielerin wurde festgenommen, als sie ihr Arbeitsvisum verlängern wollte.

Jasmine Mooney
Jasmine Mooney aus Kanada wollte ihr Arbeitsvisum verlängern und landete dann im Abschiebeknast. - Instagram / @jasminemooney

Die 35-Jährige verbrachte zwölf Tage in einem Abschiebelager in Arizona. Dort lebte sie unter «unmenschlichen» Bedingungen – so berichtete ihre Familie gegenüber «CBS News».

In ihrer Zelle waren 30 Personen untergebracht und der Zugang zu sanitären Anlagen sei stark eingeschränkt gewesen. Zudem musste Mooney Fussfesseln und Handschellen tragen.

Kein Selbstmitleid – sondern Hilfe für andere

Trotz dieser Umstände versuchte Mooney, nicht in Selbstmitleid zu versinken. In ihrem Essay «Du bist keine Kriminelle, aber du kommst ins Gefängnis: Meine Haftgeschichte als kanadische Staatsbürgerin» berichtet sie nach ihrer Entlassung über das Erlebte.

Machst du dir Sorgen über die Einreise in die USA?

Besonders hebt sie die Schicksale der anderen Frauen, die sie in den Gefängnissen getroffen hat, hervor. «Egal wie schwer es war, ich musste dankbar sein. Denn jede Frau, die ich traf, war in einer noch schwierigeren Lage als ich.»

Denn es sei nicht nur ihre Geschichte. Es sei die von tausenden Menschen, «die noch immer in einem System gefangen sind, das von ihrem Leiden profitiert.»

Kommentare

User #1588 (nicht angemeldet)

Stell dir vor ich wurde anfangs der 90-er Jahre ohne gültige Id nicht nach Italien reingelassen. Ich kam mit der Fähre von Korsika. Habe meine Id auf dem Campingplatz vergessen. Man steckte mich für ca. 3h in den Abschiebeknast. Dann gings mit der nächsten Fähre wieder zurück nach Korsika. Zum Glück wurde Diese vom italiennischen Staat bezahlt. Und dies geschehen im Sommer 1992.... Das waren noch Zeiten..!

User #6350 (nicht angemeldet)

«Beckys Zustand ist äusserst besorgniserregend», schreibt ihr Vater auf Facebook. In der Haftanstalt erhielt Becky – eine Veganerin – nur kalten Reis, Kartoffeln und Bohnen zu essen. Telefonate waren selten möglich und das Licht brannte ständig. Dafür gibt es nur ein Wort: Fakenews für die Linksgrünen, um sich gegenseitig hochzuschaukeln. Allein die Nachricht, dass das Gefängnisessen jeweils kalt gereicht werde, entbehrt jeglichem Wahrheitsgehalt.

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