Raiffeisen verzeichnet weniger Gewinn: Herausforderungen in 2024
Die Raiffeisen-Gruppe musste 2024 einen Gewinnrückgang hinnehmen. Trotz schwieriger Marktbedingungen bleibt die Bank stabil und plant strategische Anpassungen.

Die Raiffeisen-Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2024 einen deutlichen Gewinnrückgang. Der Nettoerfolg im Zinsengeschäft sank um 7,5 Prozent auf 2,84 Milliarden Franken, wie «Finanzen.ch» berichtet.
Auch die österreichische Raiffeisen Bank International (RBI) spürte die Auswirkungen. Ihr Konzernergebnis sank auf 1,16 Milliarden Euro (rund 1,09 Milliarden Franken), verglichen mit 2,39 Milliarden im Vorjahr, wie «Handelszeitung» mitteilt.
Gründe für den Gewinnrückgang
Die RBI musste im vierten Quartal eine Rückstellung von 840 Millionen Euro für Rechtsstreitigkeiten um die russische Tochtergesellschaft bilden. Dies führte zu einem Quartalsverlust von 926 Millionen Euro.
Zusätzlich belasteten Rückstellungen von 649 Millionen Euro für Franken- und Euro-Kredite in Polen das Ergebnis. Die Kernbank, ohne Russland und Belarus, erwirtschaftete einen Gewinn von 975 Millionen Euro, wie «Handelszeitung» berichtet.
Auswirkungen auf Aktionäre
Die RBI plant, die Dividende auf 1,10 Euro pro Aktie zu kürzen. Im Vorjahr lag sie noch bei 1,25 Euro.
Trotz der Herausforderungen bleibt die RBI stabil. Die harte Kernkapitalquote ohne Russland liegt laut «Rbinternational.com» bei 15,1 Prozent.
Für 2025 prognostiziert die RBI ein Kreditwachstum von 6 bis 7 Prozent. Die Bank erwartet eine stabile harte Kernkapitalquote.