Trump Zölle: Warum Russland und Belarus verschont bleiben
Donald Trump hat neue Zölle angekündigt, die 185 Länder treffen. Russland und Belarus bleiben verschont. Experten erklären die Hintergründe.

Am 2. April 2025 stellte US-Präsident Donald Trump seine neue Zollstrategie vor. Diese umfasst einen Basistarif von 10 Prozent auf alle Importe sowie zusätzliche höhere Zölle für zahlreiche Länder.
Insgesamt sind 185 Nationen betroffen, darunter auch enge Handelspartner wie die EU und China. Ziel sei es, die heimische Wirtschaft zu stärken.
Effektive Trump Zölle könnten 54 Prozent betragen
Auch sollen Handelsungleichgewichte ausgeglichen werden, so Trump bei der Ankündigung im Rosengarten des Weissen Hauses.
«CNBC» berichtet, dass für einige Länder die effektiven Zollsätze bis zu 54 Prozent betragen könnten. Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Massnahmen sind erheblich.
Russland und Belarus: Die Ausnahmen
Laut «Reuters» könnten die Zölle das globale Wirtschaftswachstum weiter bremsen und das Risiko einer Rezession erhöhen. Experten warnen zudem vor steigender Inflation und sinkender Konsumnachfrage in den USA.

Auffällig ist, dass Russland und Belarus von den neuen Zöllen ausgenommen sind, berichtet «Deutsche Welle». Die Entscheidung wirft Fragen auf, insbesondere da andere Länder mit geringem Handelsvolumen mit den USA dennoch betroffen sind.
Laut «New York Post» erklärte das Weisse Haus, dass bestehende Sanktionen gegen Russland bereits jeglichen bedeutenden Handel unterbinden.
Trump Zölle: Sanktionen würden Handel unterbinden
Ähnlich äusserte sich US-Finanzminister Scott Bessent gegenüber «Fox News»: Die Sanktionen nach Russlands Invasion in die Ukraine 2022 hätten den Handel praktisch zum Erliegen gebracht.
Belarus wurde ebenfalls verschont, da es unter vergleichbaren Sanktionen steht. Ein Sprecher des Weissen Hauses betonte, dass zusätzliche Zölle in diesen Fällen keine spürbare Wirkung hätten.
Politische Motive hinter der Entscheidung?
Laut «Deutsche Welle» wurden 2024 dennoch Waren aus Belarus im Wert von 21 Millionen Dollar in die USA importiert. Neben den wirtschaftlichen Gründen könnten auch politische Überlegungen eine Rolle spielen.
Laut «Russia Matters» könnte Trump darauf hoffen, Russland durch Verhandlungen zu einem Waffenstillstand im Ukraine-Konflikt zu bewegen. Dies würde seiner aussenpolitischen Agenda entsprechen, Konflikte durch direkte Gespräche zu lösen.
Die Reaktionen aus Russland zeigen jedoch eine andere Dynamik. Russische Regierungsvertreter äusserten sich zufrieden über die Ausnahme und deuteten an, dass traditionelle US-Verbündete stärker betroffen seien als Russland selbst.
Auswirkungen auf die Weltwirtschaft
Die neuen Zölle haben weitreichende Folgen für die globale Wirtschaft, berichtet «Reuters». Experten wie Antonio Fatas von der INSEAD Business School sehen darin eine Bedrohung für das internationale Handelssystem.

Laut «CBS News» könnten die Massnahmen zu einer Stagflation führen – einer Kombination aus stagnierendem Wachstum und hoher Inflation.
Trotz der Ausnahmen für Russland und Belarus bleibt unklar, ob diese Strategie langfristig erfolgreich sein wird. Die meisten Ökonomen warnen vor den negativen Konsequenzen für die USA und ihre Handelspartner.