SRF: Deville macht Chefin Wappler zur Totengräberin
SRF streicht Sendungen wie «Eco», «Sportaktuell» oder «Netz Natur». Jetzt schiesst Komiker Deville scharf gegen Direktorin Wappler.
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Das Wichtigste in Kürze
- SRF muss wegen der Coronakrise sparen und streicht 211 Vollzeitstellen.
- Es werden 120 Kündigungen gesprochen. Zahlreiche Sendungen werden gestrichen.
- Jetzt schiesst SRF-Komiker Dominic Deville in seiner Sendung scharf gegen Nathalie Wappler
SRF zieht den Stecker: Sendungen wie «Eco», «Sportaktuell», «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» oder «Netz Natur» fallen der Coronakrise zum Opfer. 211 Vollzeitstellen werden gestrichen, 120 Kündigungen ausgesprochen.

Das kommt vielerorts schlecht an – vor allem am Leutschenbach selbst. SRF-Komiker Dominic Deville (45) setzte in seiner Sendung von Sonntagabend zum Schlag gegen Direktorin Nathalie Wappler (52) an.
SRF: Nathalie Wappler wird kritisiert
Er sei «schockiert» ab der Absetzung von «Netz Natur», sagt Deville, und blendet den entsprechenden Artikel von Nau.ch ein. «Wieso macht das Frau Wappler?», fragt er vorwurfsvoll.

Doch das war erst der Anfang. Ein Einspieler kopiert die Tierli-Sendung – und das Thema ist eine ganz besondere Art: «Die gemeine Wappler».
Immer mehr verdränge der gemeine Wappler andere Arten, ist zu hören. Etwa den «heimischen Pfau» (Roger Schawinski) oder den «zahmen Wandervogel» (Nik Hartmann).

Bebildert wird der 45-Sekunden-Clip von unschmeichelhaften Aufnahmen Wapplers im Leutschenbach.
«Nathalie Wappler ist die Schweizer Version von Trump geworden», wettert Deville weiter. «You’re fired»! Und: Sie werde quasi der neue «Bestatter» im «SRFli», das immer mehr schrumpfe.
Internen Ärger muss der Spassvogel dafür nicht fürchten. Tom Schmidlin, Bereichsleiter Comedy und Entwicklung, sagt auf Anfrage von Nau.ch:
«Die redaktionelle Unabhängigkeit und Freiheit der Satire ist uns sehr wichtig. ‘Deville’ behandelt die Themen der Woche. Wenn SRF selbst Schlagzeilen liefert, wird auch dieses Thema so behandelt, wie man das von ‘Deville’ gewohnt ist.»