Gene Hackmans Erbe könnte an Pfleger und Freunde gehen
Der Tod von Gene Hackman und der seiner Ehefrau liegt eine Woche auseinander. Dadurch gelten andere Bestimmungen für die Verteilung des Erbes.

Das Wichtigste in Kürze
- Gene Hackman verstarb eine Woche nach seiner Ehefrau.
- Dies hat nun Auswirkungen auf die Verteilung des Erbes.
- Wie das Ehepaar seinen Nachlass geregelt hat, ist allerdings nicht bekannt.
Nach zahlreichen Spekulationen um den Todeshergang von Gene Hackman (†95) und seiner Ehefrau Betsy Arakawa (†65) wurden vergangenen Freitag die Obduktions-Ergebnisse öffentlich gemacht.
Laut Angaben verstarb der Hollywood-Star, der an einer fortgeschrittenen Alzheimer-Erkrankung litt, am 18. Februar an seiner Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Seine Frau starb schon eine Woche früher, am 11. Februar. Gemäss Autopsie hat sich Arakawa mit dem Hantavirus-Lungensyndrom (HPS) infiziert, das von Ratten übertragen werden kann.
Tod des Ehepaars wird nicht als «gleichzeitig» eingestuft
Wie «celebritynetworth.com» nun berichtet, hat der unterschiedliche Todeszeitpunkt Auswirkungen auf die Aufteilung des Erbgutes.
Konkret geht es um das gemeinsame Anwesen in Sante Fe (US-Bundesstaat New Mexico) im Wert von 3,3 Millionen Franken. Hinzu kommen verschiedene Vermögenswerte von rund 70 Millionen Franken.

Als Begünstigte gelten Hackmans Sohn sowie seine beiden Töchter aus der Ehe mit Faye Maltese (1928–2017). Seine letzte Ehefrau Arakawa hat keine Kinder.
Der Haken an der Sache: Nach dem Recht des Staates New Mexico wäre der Tod als «gleichzeitig» eingestuft worden, wenn beide Partner innerhalb von 120 Stunden (fünf Tagen) nacheinander gestorben wären.

Da der Tod der beiden Eheleute aber um eine ganze Woche auseinanderliegt, gelten diese Bestimmungen nicht. Wie Hackman und Arakawa ihr Erbe geregelt haben, ist allerdings nicht bekannt. Experten vermuten jedoch, dass beide ein Testament verfasst haben.
Darin kann ein Zeitrahmen für den gleichzeitigen Tod festgelegt werden, der von der gesetzlichen Frist von 120 Stunden abweicht. Häufig vermachen sich verheiratete Paare in einem Testament gegenseitig ihren gesamten Besitz.
«Sie dürfen es geben, wem sie wollen»
Jedoch könnten auch andere Personen aus ihrem Umfeld als Begünstigte ernannt werden, beispielsweise Pfleger, Freunde und sogar Betreuer.
«Es ist ihr Geld», erklärt Anwalt John Budagher gegenüber «Daily Mail». «Sie dürfen es geben, wem sie wollen, auch einem Eselschutzgebiet in Connecticut.»

Auch das Datum, an dem ein mögliches Testament oder juristisches Dokument verfasst wurde, könne für die Aufteilung des Erbgutes entscheidend sein. Grund dafür gibt Hackmans Alzheimer-Erkrankung, weshalb die Aktualität der Dokumente angezweifelt werden könnte.