Jackson, Campbell, Baldwin: Sie waren auf Epsteins Kontaktliste
Das US-Justizministerium gibt weitere Akten zum Fall von Sexualstraftäter Jeffery Epstein heraus. Sein Netzwerk bestand aus einer Reihe an prominenten Namen.
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Das Wichtigste in Kürze
- Das US-Justizministerium veröffentlicht weitere Akten zum Netzwerk von Jeffrey Epstein.
- Der Sexualstraftäter hatte offenbar Kontakt zu mehreren prominenten Personen.
- Jedoch wird keiner der Namen mit einem Fehlverhalten in Zusammenhang gebracht.
Im Zuge des Missbrauchsskandals um Jeffrey Epstein (†66) lichten sich nun weitere erschütternde Details. Das US-Justizministerium veröffentlichte am Donnerstag eine Liste mit weiteren Personen, zu denen der Sexualstraftäter offenbar Kontakt hatte.
In den Dokumenten genannt wurden die Namen zahlreicher prominenter Persönlichkeiten wie: Michael Jackson (†50), Alec Baldwin (66), Naomi Campbell (54), Mick Jagger (81) oder auch Prinz Andrew (65). Inwiefern diese Namen mit Epstein im Zusammenhang stehen, ist nicht bekannt.
Laut Angaben von «Fox News» wird jedoch keinem der genannten Personen ein Fehlverhalten zur Last gelegt. Eine weitere Akte unter dem Titel «Masseuses» führt weitere 254 Namen auf, diese wurden allerdings geschwärzt.
Epstein missbrauchte Minderjährige an Partys
Die Dokumente waren von einem Gericht freigegeben worden, wurden aber bisher unter Verschluss gehalten. Zuletzt war der Druck von Politikern beider Parteien in Washington gewachsen, das Material öffentlich zu machen.
Epstein soll in seinen Anwesen in New York und auf einer Karibikinsel teils minderjährige Frauen zur Prostitution angeworben haben. Zu seinen Partys waren zahlreiche Stars und wohlhabende Gäste geladen.
Berichten zufolge soll Epstein unter anderem mit Donald Trump (78) Kontakt geführt haben. Der US-Präsident verwehrte Epstein jedoch den Zutritt zu seinem Anwesen in Mar-a-Lago. Da er die Tochter eines Mitglieds von Trump belästigt hatte.
Bill Gates bereut früheren Kontakt zu Epstein
Auch Bill Gates (69) hatte eine frühere Beziehung zum Straftäter zugegeben. Kürzlich erklärte er dem «Wall Street Journal», dass es ein «grosser Fehler» gewesen sei, Zeit mit Epstein zu verbringen.
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«Ich glaube, ich war ziemlich dumm», gestand der Microsoft-Mitbegründer. «Ich dachte, es würde mir bei der globalen Gesundheitsphilanthropie helfen. Tatsächlich hat es das nicht getan.»
Jeffrey Epstein, früherer Investmentbanker, kam 2019 Untersuchungshaft und beging Suizid, noch bevor es zu einem Gerichtsurteil gegen ihn kam.