Donald Trump erneut live korrigiert – diesmal von Keir Starmer

Matthias Bärlocher
Matthias Bärlocher

USA,

Faktencheck vor laufender Kamera: Der britische Premier Keir Starmer versucht, Donald Trump erneut die europäischen Ukraine-Hilfen zu erklären.

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Der britische Premierminister Keir Starmer korrigiert US-Präsident Donald Trump, nachdem dieser erneut behauptet, die Ukraine müsse Europa Geld zurückzahlen: «Es wurde geschenkt!» - MSNBC

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach Macron fällt auch Keir Starmer Donald Trump ins Wort mit einem Faktencheck.
  • Europa erhalte einen Grossteil der Gelder für die Ukraine nicht zurück.
  • Peinlich: Das Trump-Team hatte zuvor Starmer Premierminister von UK und Irland genannt.

Nicht genug damit, dass sich US-Präsident Donald Trump nicht mehr erinnern will, seinen Amtskollegen Selenskyj einen «Diktator» genannt zu haben: Er zeigt sich erneut ziemlich beratungsresistent gegenüber gutgemeinten Hinweisen seiner europäischen Freunde. Die Konsequenz ist ein weiterer Live-Faktencheck durch ein Staatsoberhaupt vor laufenden Kameras.

Donald Trump belehren, zweiter Versuch

Anfang Woche korrigierte ihn bereits Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mitten in einer Medienkonferenz. Nach der Behauptung Trumps, Europa bekomme sein Geld von der Ukraine zurück, sieht sich Macron genötigt, einzuschreiten.

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Emmanuel Macron unterbricht und korrigiert Donald Trump nach Gesprächen an der Pressekonferenz. - X / @ReallyAmerican1

Doch Trump wiederholt die gleiche Behauptung, während er mit dem britischen Premierminister Keir Starmer im Oval Office zu Medien spricht. Sein Verhältnis zum Ukraine-Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sei wohl etwas gereizt, weil die USA das Gleiche wollten wie die Europäer: «Wissen Sie, die kriegen ihr Geld zurück – wir nicht, Biden hat einen Deal gemacht.»

Keir Starmer Donald Trump
US-Präsident Donald Trump trifft den britischen Premierminister Keir Starmer im Oval Office des Weissen Hauses in Washington, D.C., am 27. Februar 2025. - keystone

Hier fällt ihm Keir Starmer ins Wort: «Wir kriegen nicht alles zurück, ein Grossteil wurde geschenkt. Es gab einige Darlehen, aber hauptsächlich haben wir es geschenkt.» Also inhaltlich dasselbe, was auch Macron dem US-Präsidenten wenige Tage zuvor zu erklären versuchte.

Keir Starmer, der Premierminister von … Irland?

Auch ein demokratischer Abgeordneter hat am Donnerstag heftige Kritik an Präsident Donald Trump geübt. Der Grund: Das Weisse Haus hat den Titel von Premierminister Starmer verändert und damit suggeriert, er hätte auch Macht über Irland.

«Es ist bemerkenswert dumm und beleidigend vom Trump-Team», twitterte Brendan Boyle, Abgeordneter des Bundesstaats Pennsylvania.

Das Weisse Haus verschickte eine Einladung mit folgendem Inhalt: «Wenn Sie diese E-Mail erhalten haben, sind Sie für die heutige Pressekonferenz mit Präsident Donald J. Trump und dem Premierminister des Vereinigten Königreichs von Grossbritannien und Irland, Keir Starmer, um 14 Uhr im East Room zugelassen.»

Korrekt wäre natürlich «Nordirland» statt Irland.

Findest du es gut, wie der britische Premier Starmer gegenüber Trump aufgetreten ist?

«Kann bitte jemand König Donald und seinen Lakaien mitteilen, dass Irland seit einem Jahrhundert unabhängig ist?», fragte Boyle. Und ergänzte: «What an eejit!» – mit dem irisch-schottischen Wort für «Idiot».

Kommentare

User #3149 (nicht angemeldet)

Neues Video geht viral: Trump küsst und lutscht kniend vor Musk dessen Füsse...alles unter dem Schriftzug "Long live the real King" 🤣🤣🤣👍👍👍...

User #5615 (nicht angemeldet)

Ganz so falsch ist es nun aber auch nicht, Nord-Irland ist ja nun mal Teil von GB. und im Ernst, der Rest von Irland ist ja mehr nur ein Abschreibungs- und Steuer-Spar-Paradies.

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