Donald Trump erneut live korrigiert – diesmal von Keir Starmer
Faktencheck vor laufender Kamera: Der britische Premier Keir Starmer versucht, Donald Trump erneut die europäischen Ukraine-Hilfen zu erklären.
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Das Wichtigste in Kürze
- Nach Macron fällt auch Keir Starmer Donald Trump ins Wort mit einem Faktencheck.
- Europa erhalte einen Grossteil der Gelder für die Ukraine nicht zurück.
- Peinlich: Das Trump-Team hatte zuvor Starmer Premierminister von UK und Irland genannt.
Nicht genug damit, dass sich US-Präsident Donald Trump nicht mehr erinnern will, seinen Amtskollegen Selenskyj einen «Diktator» genannt zu haben: Er zeigt sich erneut ziemlich beratungsresistent gegenüber gutgemeinten Hinweisen seiner europäischen Freunde. Die Konsequenz ist ein weiterer Live-Faktencheck durch ein Staatsoberhaupt vor laufenden Kameras.
Donald Trump belehren, zweiter Versuch
Anfang Woche korrigierte ihn bereits Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mitten in einer Medienkonferenz. Nach der Behauptung Trumps, Europa bekomme sein Geld von der Ukraine zurück, sieht sich Macron genötigt, einzuschreiten.
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Doch Trump wiederholt die gleiche Behauptung, während er mit dem britischen Premierminister Keir Starmer im Oval Office zu Medien spricht. Sein Verhältnis zum Ukraine-Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sei wohl etwas gereizt, weil die USA das Gleiche wollten wie die Europäer: «Wissen Sie, die kriegen ihr Geld zurück – wir nicht, Biden hat einen Deal gemacht.»
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Hier fällt ihm Keir Starmer ins Wort: «Wir kriegen nicht alles zurück, ein Grossteil wurde geschenkt. Es gab einige Darlehen, aber hauptsächlich haben wir es geschenkt.» Also inhaltlich dasselbe, was auch Macron dem US-Präsidenten wenige Tage zuvor zu erklären versuchte.
Keir Starmer, der Premierminister von … Irland?
Auch ein demokratischer Abgeordneter hat am Donnerstag heftige Kritik an Präsident Donald Trump geübt. Der Grund: Das Weisse Haus hat den Titel von Premierminister Starmer verändert und damit suggeriert, er hätte auch Macht über Irland.
«Es ist bemerkenswert dumm und beleidigend vom Trump-Team», twitterte Brendan Boyle, Abgeordneter des Bundesstaats Pennsylvania.
Remarkably stupid, and insulting, of the Trump White House to call the British Prime Minister the “Prime Minister of Britain and Ireland.” Can someone please let King Donald and his minions know Ireland has been independent for a century? What an eejit!
— Congressman Brendan Boyle (@RepBrendanBoyle) February 27, 2025
🇺🇸 🇮🇪 pic.twitter.com/xntlwTtm1p
Das Weisse Haus verschickte eine Einladung mit folgendem Inhalt: «Wenn Sie diese E-Mail erhalten haben, sind Sie für die heutige Pressekonferenz mit Präsident Donald J. Trump und dem Premierminister des Vereinigten Königreichs von Grossbritannien und Irland, Keir Starmer, um 14 Uhr im East Room zugelassen.»
Korrekt wäre natürlich «Nordirland» statt Irland.
«Kann bitte jemand König Donald und seinen Lakaien mitteilen, dass Irland seit einem Jahrhundert unabhängig ist?», fragte Boyle. Und ergänzte: «What an eejit!» – mit dem irisch-schottischen Wort für «Idiot».