Deutsche geben Jan Böhmermann Schuld an Strache-Skandal

Gina Krückl
Gina Krückl

Österreich,

Nach dem Strache-Skandal ist die Regierung Österreichs am Wanken. Auch wenn er das Ibiza-Video nicht gedreht hat – Jan Böhmermann brachte den Stein ins Rollen.

Sophia Thomalla
Jan Böhmermann ist momentan in aller Munde. Instagram-User trauen ihm sogar zu, das Auto von Sophia Thomalla versprayt zu haben. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Ibiza-Video erschütterte die Regierung Österreichs.
  • Die genaue Rolle von Jan Böhmermann ist unklar.
  • Deutsche Medien sagen aber, er habe den Stein ins Rollen gebracht.

Am Mittwoch hat Satiriker Jan Böhmermann (38) das Internet mit seinem Countdown an der Nase herumgeführt. Von ihm, der bereits die Veröffentlichung des Ibiza-Videos und den darauffolgenden Skandal vorhersagte, wurden weitere Enthüllungen erwartet.

Doch stattdessen sang er den gespannten Zuschauern ein Europa-Lied. Zwar sind die Reaktionen auf das Lied durchaus positiv.

Dennoch bleibt die Frage: Was hat Böhmermann mit dem Strache-Skandal zu tun? Für die deutsche «Zeit» ist klar: Böhmermann brachte den Stein ins Rollen.

Jan Böhmermann machte erste Anspielung

Zwar besteht der Satiriker darauf: Er habe weder bei der Entstehung, noch der Verbreitung des Videos seine Finger im Spiel gehabt. Doch: Er hat im April als Erster öffentlich auf den Skandal angespielt.

Am 13. April hatte Böhmermann in einer Videobotschaft zur Preisverleihung «Romy» das Polit-Beben angekündigt. Er sagte, er hänge «zugekokst und zugetankt mit Red-Bull-Wodka und ein paar FPÖ-Geschäftsfreunden in einer russischen Oligarchen-Villa auf Ibiza.»

Video-Drahtzieher gerieten wegen Böhmermann in Panik

Dieser Auftritt soll die Drahtzieher des Ibiza-Videos in Panik versetzt haben. Die hatten 2018 vergeblich versucht, dem «Spiegel» und der «Süddeutsche Zeitung» das Video zu verkaufen: Für eine Millionensumme.

Auch Böhmermann wollte man das Video für eine grosse Summe verkaufen. Er lehnte ab – plapperte aber diesen April darüber.

Weil die Drahtzieher dann befürchteten, erwischt zu werden, gaben sie das Video schliesslich unentgeldlich an die Medien weiter. FPÖ-Innenminister Herbert Kickl hätte die Drahtzieher dank Geheimdienst ausfindig machen könne.

Herbert Kickl
Der FPÖ-Chef, Herbert Kickl. (Archivbild) - Keystone

Heute Donnerstag um 22.15 Uhr läuft wie üblich Jan Böhmermanns Show «Neo Magazin Royale». Vielleicht dürfen Zuschauer heute auf neue Enthüllungen hoffen – oder zumindest auf einen neuen Ohrwurm.

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