Konrad E. Moser (FDP): Teure Fehlanreize beseitigen
Konrad E. Moser spricht sich für ein Ja zur Efas-Vorlage aus. Die einheitliche Finanzierung würde die Prämienzahler spürbar entlasten. Ein Gastbeitrag.
Das Wichtigste in Kürze
- Am 24. November 2024 stimmt die Schweiz über die Efas-Vorlage ab.
- Konrad E. Moser äussert sich im Gastbeitrag zur Vorlage, welche er befürwortet.
- Die einheitliche Finanzierung führt zu weniger Fehlanreizen im Gesundheitswesen.
Seit Jahren beobachten wir einen stetigen Anstieg der Gesundheitskosten, der sich vor allem in steigenden Krankenkassenprämien niederschlägt. Ein Hauptgrund dafür ist die veraltete Finanzierungsstruktur, die falsche Anreize setzt und oft zu unnötigen und teuren Spitalaufenthalten führt.
Heute bezahlt der Wohnkanton der Patienten bei stationären Behandlungen mindestens 55 Prozent der Kosten, während die Krankenversicherer den Rest übernehmen. Ambulante Behandlungen hingegen werden bisher ausschliesslich von den Krankenversicherern bezahlt.
Diese Ungleichbehandlung bei der Finanzierung führt dazu, dass stationäre Behandlungen finanziell attraktiver erscheinen als ambulante. Das macht das Gesundheitswesen ineffizient und treibt die Kosten unnötig in die Höhe.
Prämienzahler werden entlastet
Mit der einheitlichen Finanzierung ändert sich das: Alle Leistungen, egal ob stationär oder ambulant, werden nach dem gleichen Schlüssel finanziert und auf Kantone und Krankenversicherungen verteilt.
Damit werden Fehlanreize beseitigt und die Prämienzahlenden spürbar entlastet! Deshalb stimme ich am 24. November mit Überzeugung Ja zur einheitlichen Finanzierung.
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Zum Autor: Konrad E. Moser (*1971) sitzt für die FDP im Gemeinderat Steffisburg.