WM 2022: Dänen-Reporter spricht nach Attacke von Katar-Security

Mathias Kainz
Mathias Kainz

Qatar,

Die WM 2022 wird auch für die Journalisten vor Ort zur Bewährungsprobe. Schon vor dem Turnierstart gerät ein dänischer Reporter ins Visier – live im TV.

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Ein dänischer Reporter wird von katarischen Sicherheitskräften bedroht. - Twitter/@RasmusTantholdt

Das Wichtigste in Kürze

  • Die WM 2022 ist angesichts der Menschenrechtslage in Katar heftig umstritten.
  • Ein Zwischenfall während einer Live-Schaltung sorgt nun für Aufregung.
  • Dabei wird ein dänischer Reporter von Sicherheitskräften bedroht.

Schon bevor die WM 2022 überhaupt losgeht, sorgt der Umgang mit Pressefreiheit in Katar für Aufregung: Der dänische Journalist Rasmus Tantholdt (49) wird während einer Live-Schaltung zum Opfer der Regime-Sicherheitskräfte.

Werden Sie die WM 2022 in Katar verfolgen?

«Ihr habt die ganze Welt eingeladen, warum dürfen wir hier nicht filmen? Das ist ein öffentlicher Ort», sagt Tantholdt, als er von Sicherheitskräften gestört wird. Diese drohen damit, seine Kamera zu zerstören – selbst, als Tantholdt seine Akkreditierung zeigt.

WM 2022
Dass die WM 2022 in Katar stattfindet, sorgt weltweit für heftige Kritik. - keystone

Erst ein Vorgesetzter kann die Situation schliesslich bereinigen. Katar entschuldigt sich später sogar beim dänischen Fernsehen für den Vorfall. Tantholdt selbst spricht nun sogar von einer Geheimdienst-Einmischung.

Geheimdienst bei WM 2022 schon im Einsatz?

Er sei unsicher, ob die Attacke Zufall war, so der Däne gegenüber «Bild». «Fünf Minuten vorher kam ein weisser SUV. Eine Frau fragte mich aus dem Auto, wo wir herkommen und was wir machen», schildert der Reporter.

Das Verhalten der Frau kam ihm seltsam vor, so Tantholdt. «Ich wurde erst stutzig, als die Frau alles in ihr Handy notierte. War sie von einem Geheimdienst? Keine Ahnung», meint der dänische Journalist.

WM 2022 Katar
In Katar wird bei der WM 2022 genau auf die Berichterstattung geachtet. - keystone

Die Entschuldigung vom WM-Organisator nehme er an, erklärt der bedrängte Reporter. «Aber der Vorfall sagt natürlich einiges über das Land aus. Ich fürchte, sie werden sich noch häufiger entschuldigen müssen.»

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