Kritik an Red Bull wächst: Horner-Anzeigerin wurde suspendiert
Die Affäre um Teamchef Christian Horner bringt Red Bull nach der Suspendierung jener Mitarbeiterin, die Teamchef Christian Horner anzeigte, in Erklärungsnot.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Krise bei Red Bull ist noch lange nicht ausgestanden.
- Die Mitarbeiterin, die Teamchef Christian Horner anzeigte, wurde suspendiert.
- Zugleich droht der interne Machtkampf zu eskalieren.
In einer internen Untersuchung ist Christian Horner bei Red Bull von allen Vorwürfen freigesprochen worden. Beim Saudi-Arabien-GP fordert der Teamchef deshalb, dass unter die Affäre ein Schlussstrich gezogen wird. Aber das Formel-1-Weltmeisterteam ist weit entfernt davon, dass endlich Ruhe einkehrt.
Englischen Medienberichten zufolge wurde nämlich jene Frau, die das Fehlverhalten von Horner angezeigt hatte, bestraft: Nach dem Abschluss der internen Untersuchung ist die Frau offenbar suspendiert worden. Vonseiten des Energy-Drink-Rennstalls gibt es dazu allerdings keinen Kommentar.
Die Entscheidung hat die ohnehin schon heftige Kritik an Red Bull jedoch nur weiter befeuert. Vor allem die Teamchefs der Konkurrenz forderten bereits in Bahrain mehr Transparenz in der Causa Horner. Auch Rufe nach einer unabhängigen Untersuchung durch die FIA wurden laut.
Machtkampf bei Red Bull spitzt sich zu
Zugleich wächst auch der interne Druck bei Red Bull wegen des Machtkampfs im Hintergrund. Geschäftsführer Oliver Mintzlaff soll am Wochenende dem Saudi-Arabien-GP beiwohnen. Wohl auch eine Demonstration, nachdem vergangene Woche in Bahrain schon Mehrheits-Eigentümer Chalerm Yoovidhya anwesend war.
Zwischen der thailändischen Yoovidhya-Familie und der europäischen Red-Bull-Spitze brodelt es bei Red Bull. Die thailändische Seite, die 51 Prozent des Energy-Drink-Herstellers besitzt, steht hinter Horner. Der 50-jährige Brite und Familien-Oberhaupt Chalerm Yoovidhya (73) gelten als gute Freunde.
Anders hingegen die Situation zwischen der europäischen Konzernführung. Mintzlaff soll bereits Anfang Februar, als die Vorwürfe intern bekannt wurden, einen Horner-Rauswurf in Erwägung gezogen haben. Gut möglich, dass er sich in Saudi-Arabien auch mit den Horner-Gegnern Helmut Marko und Jos Verstappen abstimmen will.