Australian Open: Anwohner wollen keine Profis in Quarantäne
Etwa einen Monat vor dem geplanten Start der Australian Open am 8. Februar hat die Quarantäne-Unterbringung der anreisenden Tennisprofis die Veranstalter vor neue Probleme gestellt.
Das Wichtigste in Kürze
- Mitte Januar sollen die Tennis-Profis nach Melbourne reisen.
- Das gefällt den Anwohnern aber nicht.
Besitzer mehrerer Penthouse-Wohnungen in Melbourne hatten sich Medienberichten zufolge dagegen gestemmt, dass die Sportler für die notwendige Isolation in einem Luxushotel im gleichen Gebäudekomplex untergebracht werden sollten. Sie hatten mit einer Klage gedroht. Der Veranstalter des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres twitterte, dass man inzwischen Ersatz-Unterkünfte gefunden habe. Die Gesundheit und Sicherheit aller habe oberste Priorität, hiess es.
Die Tennisspieler sollen ab dem 15. Januar anreisen und in Melbourne in eine 14-tägige Quarantäne gehen. Der Plan sieht vor, dass sie ihre Unterkunft für Training und Behandlungen einige Stunden am Tag verlassen dürfen und mindestens fünfmal auf eine Corona-Infektion getestet werden sollen. Das passte aber einigen Anwohnern nicht: Sie hatten kritisiert, nicht an der Entscheidung, Sportler bei ihnen im Gebäude unterzubringen, beteiligt worden zu sein - dies sei ein inakzeptables Gesundheitsrisiko für viele Menschen.
Die Australian Open sollten ursprünglich am 18. Januar beginnen. Der Termin konnte wegen der strengen Einreisebeschränkungen in der Corona-Krise nicht gehalten werden, der Turnierauftakt wurde in den Februar gelegt. Davor gibt es ab dem 31. Januar in Melbourne noch zwei Vorbereitungsturniere sowie den ATP Cup der Herren.